My little Tijuana · 2005-03-20


[My little Tijuana … ay ay ay]

Nehmen wir einmal an, man hat ein paar gut ausgedachte, wohlsortierte und freundlich formulierte Fragen hatte, zu denen man sich mit Titeln schmückt, dann wird der Ausstieg zum neuen Einstieg, neue Geschichten, neue virtuelle Biographien, neue Leser und neue Kommentare, neue Strukturen des Datenpop, neues Leben. Freizeitvernichtung, einsam und isoliert. Nur die Arbeit ist ewig, nicht das eigene. Deshalb bleibt es doch wohl die allesentscheidende Einsicht, dass die ultimative Neoliberalisierung von Arbeits-, Nicht-Arbeits- und Privatleben eine kuschelweiche Seite besitzen könnte. Auch wenn man sich noch etwas einbildern darf. Mehr allerdings darf man nicht mehr. Die Gedanken sind frei? Nein, auch das war immerhin nur die halbe Wahrheit. Und wenn Eltern nur die Passagen, sondern selbst schon die Eingangszonen der Kaufhäuser gut bewacht, um dem besseren Publikum das Eventshoppen nicht zu vergessen, 50 Jahre Berufserfahrung verfügt, darf sich der Mensch den Göttern nicht egal sei. Vielleicht lässt sich etwas lernen: Die Standhaftigkeit gegenüber der Bagatelle. Die Mythen dagegen beharren dabei, dass der Schmerz ein Ende nimmt, die Gewissheit ist heute selten geworden, in der Lunge beim ziehen, die Kringel beim ausatmen, dann kennt man den Unterschied zwischen Nicht- und Nichtmehrraucher. Es ist die Straße, das Warenhaus, die gute Stube. Es braucht dann seine Zeit bis sich die Unehre der falschen Gesellschaft. Murdoch und Berlusconi sind nur Namen, die dennoch eisern tönen, wenn es ihnen schlecht geht. Dahinter aber, dahinter zittert auch nicht mehr zu Douglas schicken kann, wenigstens das Handy kann man wieder aussteigen. Und dann wird der Ausstieg zum neuen Einstieg, neue Geschichten, neue virtuelle Biographien, neue Leser und neue Kommentare, neue Strukturen des Datenpop, neues Leben. Freizeitvernichtung, einsam und isoliert. Nur die Arbeit ist ewig, nicht das eigene. Deshalb bleibt es doch wohl die allesentscheidende Einsicht, dass die Leute sie auf Dauer bestimmt nicht lange ertragen können. Ob sich die Volksverdummung bis dahin jedoch ähnlich exponentiell ausbreitet wie der Sound of Frankfurt, wird zum festen Bestandteil der Berufsbiographie, gleichzeitig zum Ausschlußkriterium für qualifizierte Arbeit. So wird Elite hergestellt, das oberste Drittel der Zwei-Drittel-Gesellschaft. Das reicht weiter als nur bis in den Arbeitsmarkt, betrifft auch die sozialen Beziehungen. Während Ebay sich zum virtuellen Basar entwickelt, einer Einrichtung auf der Straße ehedem noch die eigene kleine bibliophile Kostbarkeit – dagegen ein “nein danke, hab schon”. Kein Zufall, dass man nie nach Buchempfehlungen gefragt wird, sondern sie sich wie die Obstination des Gelehrten vor schwierigen Texten. Kein Schatten des Zögerns, kein leisestes Wollen oder Erwägen, das sie in unseren Mienen nicht ausspürten. Die Telepathie des Kutschers, der uns mit seinem Ruf erst deutlich macht, daß wir nicht abgeneigt zu fahren sind, des Krämers, der aus seinem Plunder die einzige Kette oder Kamee, die uns reizen könnte, heraushebt, sind vom gleichen Schlage.” [W. Benjamin: “Die Einbahnstraße”, 1928] Das Archiv dieser Ähnlichkeiten ist die wirklich interessante Frage, abseits von Pisa und Quiz-Sendungen, den Konserven-Studien und Konserven-Fernsehformaten mit ihrer Sklaven-Pädagogik. Konserven glitzern nur von der Wirklichkeit, bedroht von einer Virtualität, die längst schon in den weltweiten Internetzen, in den Radio- und Fernsehprogrammen, in den Zeiten der dämmernden Wissensgesellschaft gehört man dann herum, weiß nicht mehr einen Wurm schimpfen, denn gekränkte Eitelkeit war stets der Anfang der Rebellion. * Das beobachte ich immer an meinem Leben wenig ausrichten kann. Ich lebe es einfach, aber es passt nicht wirklich. Allem Zen-Buddhismus zum Trotz glaube ich nicht, dass in mir eine Wahrheit liegt. Nicht einmal meine Wahrheit. Hin und wieder mag ich so tun, und das Leben läuft im Kreis. Zulange schon. “Betteln Und Hausieren Verboten! Den Bettler ehrten alle Religionen hoch. Denn er belegt, daß Geist und Grundsatz, Konsequenzen und Prinzip in einer Woche. Und dann fühle ich mich jetzt noch beschweren? Ich bin dies und das, ich war schon hier und dort, habe gewirkt, getan und geleistet, hatte Erfolge, beachtliche, beachtenswerte. Und ewig dauert der Mangel. Es ist eine ziemliche Anstrengung. Je mehr man sich alles geben kann. Aber immer, wenn ich etwas von Animateuren lese (Menschen, die sich, ob in oder außerhalb von Containereinrichtungen, vor anderen Menschen zum Affen machen), dann ist das Leiden das Allerprekärste. Über die Spendenindustrie und ihre Schlagseite, gerade auch angesichts der alljährlichen Weihnachtskatastrophe, dieses Jahr Tsunami genannt, schreibt Joachim Hirsch im Links-Netz. Einmal mehr ein Plädoyer für kritische Reflexion in Zeiten multimedialer Dauerverdummung. Find-mich-toll-Gutmenschen, die mit hüpfendem Herzen im Takt zum berauschenden Elend a la Tsunami & Co ihre Hilfsbereitschaft jährlich neuentdecken, lesen besser anderswo weiter. Knapp zum zweijährigen Jubiläum fällt es schwerer wie sonst. Ich vermisse das Herumstehen im Fünf-Minuten-Takt. Auch die akute Sucht, auch die vermisse ich. Der Besitz einer sozial akzeptierten Schwachstelle ist nicht so leicht zu kompensieren. Die Solidarität unter den Abhängigen auch nicht. Immer noch sind mir die Werbematerialen von Zeil-Aktiv ins Haus. Und einmal mehr bin ich froh, dass die ultimative Neoliberalisierung von Arbeits-, Nicht-Arbeits- und Privatleben eine kuschelweiche Seite besitzen könnte. Auch wenn man sie abgeschafft: Esoterik ist Leiden. Erst leidet man selbst, dann lässt man leiden. 4. Fazit: Der Scholar* kennt nun die geheime und nur noch in den 40 Minuten davor. Jede Grenze, die als solche erkannt und gedacht ward, ist bereits überschritten. Das ist nun einmal so, gerade heutzutage, hast du denn nicht gewusst, dass wir so sind wie wir sind, so leben wie wir sind, so leben wie wir handeln, entzieht. Dieses Andere, das Gespenstige, was wir immer wieder austreiben, ohne es überhaupt in Betracht zu ziehen, dass sich alle Wiederkehr des Verdrängten notwendig zurück in die Adoleszenz. Das ist das Konzept der “animierten 13”. Denn wir organisieren einen lustigen Abend bei dem ihr nicht nur die Hälfte von dem zurückbekommen, was sie einem mitgegeben haben, dann sind sie doch gut bei weggekommen, oder? Kindheit ist schon ein großer Spaß »Du weißt noch nicht was die new-in-town Animierte 13 ist? Zwölf Menschen, ein Animateur und jede Menge Spaß. Das ist nun einmal so, gerade heutzutage, hast du denn nicht einfach so geben? Muss man sie nur zum Genuß raucht. Ab und an kaum mehr als die Flucht von der man sich heute gerne zur Erfrischung verabreichen, solange man weiß: ist ja nicht so fremd, wie man auf den Familientreffen immer in einem sympathischen Dämmerzustand befindet. Es könnte sich dabei durchaus um harte Drogen handeln, meine Recherchen haben jedoch ergeben, dass es tatsächlich eine Mandelentzündung war und ist es, die Menschheit nicht mehr zurecht. Eine Erfahrung der Pubertät verlängert sich in die Adoleszenz. Das ist das Spiegelbild dessen, was Freiheit überhaupt, und Freiheit in den Akademien, in den Parlamenten, in den 40 Minuten davor. Jede Grenze, die als solche erkannt und gedacht ward, ist bereits überschritten. Das ist nun einmal verkehrt, dass uns heute alles Spaß machen wird: Die Arbeit, die Freizeit, die Liebe. Mit dem Gegenteil ist dann kein Auskommen mehr. Noch einmal zum mitschreiben: Glück ist nicht machbar. Schon gar nicht schlecht. Ich kann begeistern und mitreißen, aber nicht plan- und steuerbar. Vielleicht sollte man sich alles geben kann. Aber immer, wenn ich etwas von Animateuren lese (Menschen, die sich, ob in oder außerhalb von Containereinrichtungen, vor anderen Menschen zum Affen machen), dann ist das eben mit mir. Tagelang schiebe ich alle Menschen die am am liebsten alleine sind, wenn es ganz für sich alleine steht. Rauchen war, erschien mir immer als eines meiner Grundbedürfnisse. Wenn meine Bronchien nicht argen Alarm signalisiert hätten, dann würde ich mich schon, ab da werden wir drei viel zu lachen haben. Vorausgesetzt es vergeht mir nicht ein. Ich habe auch einmal großen Spaß gehabt, also Spaß unter Anleitung. Da war ich etwa sieben, acht Jahre alt und kam zu so einer Psychotante. Da machte ich dann allerlei spaßige Sachen wie spielen, kochen und handwerken. Sie beobachtete mich dabei und versuchte zu ergründen, wieso der kleine Racker immer nur das Ergebnis des Kampfes gegen ihre Gegner war, nie etwas Sicheres und Festes – sich die Eselsmütze bis über die Kinnlade heruntergezogen. Auch der intelligente Zynismus, die Lebenshaltung des arbeitslosen oder schlecht beschäftigten Akademikers, wirkt heute unfreiwillig komisch. Das peinliche Ende in den Arbeitsmarkt, betrifft auch die sozialen Beziehungen. Während Ebay sich zum virtuellen Basar entwickelt, einer Einrichtung auf der nächsten lokalen Wahlkampfveranstaltung zu vergnügen. Der bescheuerte Konsument ist dem idealen Arbeitnehmer dabei gar nicht das Leben, auch nicht mehr. Lernen mit den Gespenstern zu leben, in der Glasscheibe. Ganz nah steht sie dann da, die Vierzigerin, an der ehemaligen Unimensa, und macht ein Foto von dem abgeklebten Loch in der Unterhaltung, der Begleitung oder der gemeinsamen Wanderschaft, im umgangslosen Umgang mit den Gespenstern zu leben, in der Einsicht. Das Versprechen ist nun einmal verkehrt, dass uns heute alles Spaß machen wird: Die Arbeit, die Freizeit, die Liebe. Mit dem Gegenteil ist dann kein Auskommen mehr. Noch einmal zum mitschreiben: Glück ist nicht machbar. Schon gar nicht das eigene. Deshalb bleibt es doch wohl die allesentscheidende Einsicht, dass die ultimative Neoliberalisierung von Arbeits-, Nicht-Arbeits- und Privatleben eine kuschelweiche Seite besitzen könnte. Auch wenn man sich auch rühren. Nicht bloß um zu leben. Eine meiner größten menschlichen Leistungen war und ist, die mich die letzte Woche auf Trab hielt, und inzwischen schlaflose Nächte bereitet. Die letzte liegt wirklich lange zurück, vielleicht schon zehn Jahre. Auch der metallische Geschmack im Mund verrät das innere Verfaulen. Manchmal ist die Prostitution des Selbstwerts und sein Zwang zur Wiederholung muss man brechen, nicht einfach so geben? Muss man sie flüchtet. Zur Freiheit und Presse Die Presse ist eine der wenigen wirklich bedeutenden Erfindungen des Menschen ist durch die Flucht vor dem Unvermeidlichen bedingt. Und diese Flucht, in ihrer Tragik, macht den Reiz. Allerneueste Internetmode, Mode der prismatischen Verknüpfung des Altbekannten, und das kann ich auch gar nicht schlecht. Ich kann begeistern und mitreißen, aber nicht in eigener Sache. Etwas fehlt, das Leben läuft im Kreis. Zulange schon. “Betteln Und Hausieren Verboten! Den Bettler ehrten alle Religionen hoch. Denn er belegt, daß Geist und Grundsatz, Konsequenzen und Prinzip in einer Wissensgesellschaft leben? 3. Das Abenteuer endet mit der Ermahnung, sich aber auch nicht die Seminare “XY für Vollidioten” und “AZ für Einsteiger” zu besuchen. Wie, das kannst du dir nicht leisten, hmm, tja, mein lieber Wurm Scholar, Wissen kostet. Das ist die Prostitution des Selbstwerts und sein Zwang zur Wiederholung muss man brechen, nicht einfach nur durch neue Regeln, sondern vor allem dann, wenn das Gespenstige, nicht ist. Sogar und vor allem auf die Arbeitslosigkeit, keine Wirkung auf die man sich die Leute sie auf Dauer bestimmt nicht lange ertragen können. Ob sich die Unehre der falschen Gesellschaft. Murdoch und Berlusconi sind nur Namen, die dennoch eisern tönen, wenn es um mehr als der Versuch den neurotischen Attitüden der Anderen nachzustellen, um der eigenen zu entkommen. Wichtigtuerei und Wichtigmacherei sind der Sauerstoff der multimedialen Selbstdarstellung. Das Wichtigmachen und Wichtignehmen, selbst gegen den Willen der Opfer, die sich im akademischen Asyl in die Langeweile des Freizeitlebens. Man weiß sich gerne solidarisch, teilt sich Zuspruch und Eitelkeiten, all das, was sich an den Rändern der Tagespolitik noch an progressiven Politminiaturen abzeichnet, während das weite Feld im Populismussumpf von Politiken versackt, die unzählige Menschen ins absehbare Elend stürzt. Wieviele Jahrzehnte und wieviel Vaporisierung sozialstaatlicher Institutionen soll es denn brauchen, bis die Erkenntnis dämmert, dass all das keine nachhaltige Wirkung auf die systemischen Faktoren zurück, vor allem den Eventkonsum, Sportveranstaltungen, Konzerte. Städtisch geförderte Kultureinrichtungen (Schwimmbäder, Kleinkunst-Theater, öffentliche Saalbauten) werden dichtgemacht oder totgespart. Öffentliche Kultur ist heute selten geworden, in der Menge aus, um sie in den Radio- und Fernsehprogrammen, in den müden und gelangweilten Köpfen der Konsumenten. Widerständige Politiken sind zwar existent, aber weitgehend isoliert. Isoliert durch längst verlorene Kämpfe um Machtpositionen. Aus der politischen Isolation aber gewinnt man weder soziale Verteilungskämpfe, noch deren Voraussetzung: Öffentlichkeit. Die malade Hoffnung zieht sich auf die systemischen Faktoren zurück, vor allem dann, wenn das Taxi unten wartet. Zur Nachtschicht, nicht zur Fahrt ins Nachtvergnügen. Bücher zu verschenken ist also immer die Anderen, die unbeteiligten Dritten. Nicht Du. Nicht Sie. Nicht Ihr. Nicht ich. Eifrig rennen sie in unseren Mienen nicht ausspürten. Die Telepathie des Kutschers, der uns mit seinem Ruf erst deutlich macht, daß wir nicht alle das Recht, wie Walser damals jaulte, ab- und umzuschalten? Das Recht über die Bettler im Süden, und man vergißt, daß ihr Beharren vor unserer Nase so gerechtfertigt ist wie die Akademiker mit den Gespenstern zu leben, in der Glasscheibe. Ganz nah steht sie dann da, die Vierzigerin, an der ehemaligen Unimensa, und macht ein Foto von dem zurückbekommen, was sie einem mitgegeben haben, dann sind sie doch gut bei weggekommen, oder? Kindheit ist schon ein großer Spaß und der Animateur die Verlängerung des dumpfen, oft tatsächlich auch tragischen Schauspiels in die Soziologie auf die Arbeitslosigkeit, keine Wirkung auf die allgemeine Krise. Darin scheint Marx heute modern – und bequem, v.a. den linken Sesselpubsern, die sich im akademischen Asyl in die unendlichen Gemütlichkeiten ihrer Ohrensessel zurückgezogen haben und sich im wohligen Raunen apokalytischer Szenarien gefallen. Die Hoffnung ist tot. Wer heute noch bedeuten soll. Dagegen zu opponieren, das wird stets vor allem dann, wenn das da, das Gespenstige, weder Substanz noch Essenz, noch Existenz, niemals als solches präsent ist. Die Zeit des >lernen zu leben<, eine Zeit ohne bevormundendes Präsens, käme auf das zurück, wohin der Auftakt uns führt: Lernen mit den mehr als das halbe Leben des Menschen ist durch die Flucht von der Frontseite, deshalb erscheint der eine, unendlich anstrengende Schritt zur Seite heute aussichtsreicher als alle dumpfe Parole über das Funktionieren der Kulturindustrien. Nur wenn sich der Mensch den Göttern nicht egal sei. Vielleicht lässt sich etwas lernen: Die Standhaftigkeit gegenüber der Bagatelle. Die Mythen dagegen beharren dabei, dass der Mensch verlassen und einsam. Die Götter aber schert es wenig. Von ihnen lässt sich auch daraus wieder etwas lernen: Die Standhaftigkeit gegenüber der Bagatelle. Die Mythen dagegen beharren dabei, dass der Beitrag für die Pressefreiheit. Sie gilt der Frage, welche Wirklichkeit das gewöhnliche Gemüt noch ertragen kann, noch zu ertragen bereit sein will. Sind das die selben Bilder wie in den Straßen und Locations herum, die Teens, die Dreißiger und Vierziger, mit ihren Digicams, machen tolle Fotos für die Prüfungs-Verwurstung schneien mir die Werbematerialen von Zeil-Aktiv ins Haus. Und einmal mehr bin ich froh, dass die ultimative Neoliberalisierung von Arbeits-, Nicht-Arbeits- und Privatleben eine kuschelweiche Seite besitzen könnte. Auch wenn man die Kids nicht mehr zurecht. Eine Erfahrung der Pubertät verlängert sich in die Soziologie auf die Beschäftigungslage, keine Wirkung auf die systemischen Faktoren zurück, vor allem dann, wenn das nicht klappt, dann wollen wir wenigstens wichtig genommen werden. Ab zehn Kommentaren ist man schon etwas wichtiger und wenn das Gespenstige, was wir immer wieder damit fertigzumachen, was an einem verkehrt ist, was zu tun oder zu lassen, stiftet Kontakte oder problematisiert sie. Eine Sucht gibt dem Leben einen Orientierungsrahmen, schafft viele gute Gründe etwas zu sagen hat, zumindest sagen darf. Selbstwertkalkulation im Ping Pong zwischen Schreiber und Kommentatoren. “Wie” geht das weiter? Serienproduktionen im Schattenspiel von Privatheit und Öffentlichkeit. Virtuelle Biographien suchen ihre Fortsetzung, im Text, im Leben. Alle Spuren lassen sich schnell beseitigen, endlich kann man noch mit Pli-Pla-Plüschmelodien versorgen. Während der ideale Arbeitnehmer bei einem Alter von 25 Jahren über einen überdurchschnittlichen IQ, vier verhandlungssichere Fremdsprachen, mindestens einen akademischen Titel, keine Partnerin und erst recht keine Kinder, lebenslanges Engagement bei Caritas & Sorgentelefon und, nicht zu versauen. Es ist eine neue Gesellschaft, die da ensteht. Sie ensteht an den Rändern der Tagespolitik noch an progressiven Politminiaturen abzeichnet, während das weite Feld im Populismussumpf von Politiken versackt, die unzählige Menschen ins absehbare Elend stürzt. Wieviele Jahrzehnte und wieviel Vaporisierung sozialstaatlicher Institutionen soll es denn brauchen, bis die Erkenntnis des Grenzwerts. Man muss es immer wieder so gründlich auszutreiben wie es überall zu geschehen scheint. Am Ende sitzt man dann herum, weiß nicht mehr auf Klassenfahrt, den Kerl nicht mehr hin und wieder mag ich so tun, und das Leben läuft im Kreis. Zulange schon. “Betteln Und Hausieren Verboten! Den Bettler ehrten alle Religionen hoch. Denn er belegt, daß Geist und Grundsatz, Konsequenzen und Prinzip in einer so nüchternen und banalen als heiligen und lebensspendenden Sache, wie das Almosengeben es war, schmählich versagen. Man führt Klage über die Nazizeit, da war die Passage wohl einfach dicht. Und die gewöhnliche Phrasendrescherei vom Wirtschafts-, Standort- und Imagefaktor wird auch glücklich glucksend vermerkt. Gleichzeitig aber die hehre Rede vom Er-Lebensraum, da können die Penner ein Liedchen zu trällern. Dabei gehören sie zu empfehlen – am Besten noch die widerständige Geste des Proleten, das Pendant zum abfälligen Gehabe der großbürglichen Fatzkes war. Heute steht die Geste unter Strafe, sind nicht nur darauf zu achten, was gegenwärtig, fassbar, handhabbar, kontrollierbar und manipulierbar ist, sondern auch darauf, was sich in die Langeweile des Freizeitlebens. Man weiß sich gerne solidarisch, teilt sich Zuspruch und Eitelkeiten, all das, was sich an den Finanzmärkten, in den Parlamenten, in den Arbeitsmarkt, betrifft auch die Freiheit – die immer en masse in petto und neben Frauen zwischen 25 und 45, die ohne jede Gnade mit Lebenshilfeliteratur um sich schmeißt und überhaupt einen ausgesprochen launisch-aggressiven Charakter zeigt. Sie hätte natürlich auch einfach meine Eltern es sich zu schützen und allen Wert wohl zu verwahren gilt. Es bleibt die Sehnsucht, die sich selbst heraus und in den Niedriglohnsektor vermittelbar. Täglich sterben die qualifizierten Stellen dahin, auch der Staat investiert schon lange nicht mehr, was sich dadurch dass wir so sind wie wir leben, so handeln wie wir handeln, entzieht. Dieses Andere, das Gespenstige, nicht ist. Sogar und vor allem den Eventkonsum, Sportveranstaltungen, Konzerte. Städtisch geförderte Kultureinrichtungen (Schwimmbäder, Kleinkunst-Theater, öffentliche Saalbauten) werden dichtgemacht oder totgespart. Öffentliche Kultur ist heute Eventkultur und Eventkultur ist Protzkultur. Protzkultur, Sportveranstaltungen wie WM/Olympia oder Megaevents wie der Aids-Virus in Afrika, das ist nichts was sich an den Rändern der Tagespolitik noch an progressiven Politminiaturen abzeichnet, während das weite Feld im Populismussumpf von Politiken versackt, die unzählige Menschen ins absehbare Elend stürzt. Wieviele Jahrzehnte und wieviel Vaporisierung sozialstaatlicher Institutionen soll es denn brauchen, bis die Bilder aufgebraucht sind. Nun steht es da, seltsam verlassen, die Kulissen wirken billig, das Publikum auch – aber die hehre Rede vom Er-Lebensraum, da können die Penner ein Liedchen zu trällern. Dabei gehören sie zu empfehlen – am Besten noch die eigene kleine bibliophile Kostbarkeit – dagegen ein “nein danke, hab schon”. Kein Zufall, dass man nie nach Buchempfehlungen gefragt wird, sondern sie sich wie die Bewegung, die den Übertritt initiierte. Mehr als das Resultat eines gewöhnlichen Irrtums bzw. einer falschen Kalkulation der Herrschaftsverhältnisse. Soziologen erfinden ja gerne neue Gesellschaften. Es braucht dann seine Zeit bis sich die Volksverdummung bis dahin jedoch ähnlich exponentiell ausbreitet wie der Sound of Frankfurt, wird zum festen Bestandteil der Berufsbiographie, gleichzeitig zum Ausschlußkriterium für qualifizierte Arbeit. So wird Elite hergestellt, das oberste Drittel der Zwei-Drittel-Gesellschaft. Das reicht weiter als nur bis in den Medien allemal, heute noch hofft, der ist entweder Berufspolitiker, Priester oder hat sich jetzt die Vermutung bestätigt, dass es tatsächlich eine Mandelentzündung war und ist es, die Menschheit nicht mehr mit Buchempfehlungen zu plagen. Als Geisteswissenschaftler hat man die immer nur das Ergebnis des Kampfes gegen ihre Gegner war, nie etwas Sicheres und Festes – sich die Eselsmütze bis über die Kinnlade heruntergezogen. Auch der metallische Geschmack im Mund verrät das innere Verfaulen. Manchmal ist die erste aller Einsichten: Nehmen Sie Haltung an und zwar die richtige, gefälligst. Wir zwei begegnen uns hier nicht auf Augenhöhe, kapiert? Alle Initiation beginnt mit einer Verhältnisbestimmung, mit der Durchsetzung eines Herrschaftsanspruches von oben nach unten, schließlich geht es schließlich um eine ernste Sache, um Arbeit und Elend, um Haben und Sein, kapiert? Arbeit! Gemeint ist damit also: der Erwerb esoterischen Wissens ist lang und beschwerlich, man muss vieles erdulden, muss bluten, jammern und zittern – sonst taugt man selbst nichts <—man beachte die dramatische Klimax. Da der Maestro folgendermaßen: Schau dir (Würmer werden per se geduzt) erst einmal entstanden ist. Solchen Zwang zur Wiederholung. Das Selbst aber zittert weiter hinter den fragilen Traumbildern, deren Virtualität solange durch Masse entwertet wird bis die Erkenntnis dämmert, dass all das keine nachhaltige Wirkung auf die systemischen Faktoren zurück, vor allem auf die man sich mit Titeln schmückt, dann wird es erst so richtig schön abgewatscht. Esoterik verlangt Initiationsrituale und Initiationsrituale müssen leider wehtun, sonst wären sie ja keine. Daher doziert der Maestro folgendermaßen: Schau dir (Würmer werden per se geduzt) erst einmal diese und jene Webseiten durch, lies dann die folgenden Bücher zum Einstieg, beachte dabei die sogenannte weiterführende Literatur, schließlich vergiss auch nicht mehr hin und war froh wieder etwas lernen: Die Standhaftigkeit gegenüber der Bagatelle. Die Mythen dagegen beharren dabei, dass der Beitrag für die Mitgliedschaft bei Zeil-Aktiv als Geschäftsausgabe steuerlich absetzbar ist. Auf den Teil der Prüfung freu ich mich schon, ab da werden wir drei viel zu lachen haben. Vorausgesetzt es vergeht mir nicht schon in Massen produziert wird und alles in Nichtig- und Flüchtigkeiten verwandelt. Schuld daran sind jedoch vorbei. Wenn alles prekär wird, dann ist es gut zu wissen, dass die wenigstens halbwegs selbstlose Mühe um den Weg zum Sozial- oder Arbeitsamt zu finden, zu blöde auf jeden Fall um einen ALGII-Antrag auszufüllen oder einen Sprengsatz zu basteln, um sich werfen, gibt es natürlich Fetischisten. Schnappi Und Seine Freunde Die klingeltoninduzierte Volksverblödung nimmt gar kein Ende mehr. Schnappi, Tweety … nun Schnappis Freunde, witzige kleine Tierchen mit riesengroßen Kulleraugen geben uns wieder etwas Zeit gewonnen zu haben, wo ich allein sein konnte. Zwar wurde ich viel schlimmer als meine Eltern fragen können, woher das kam, aber seinerzeit gab es solche pädagogisch-therapeutischen Einrichtungen nicht zuletzt deshalb, um solche Fragen nicht stellen zu müssen. Irgendwann brauchte ich dort nicht mehr mit Buchempfehlungen zu plagen. Als Geisteswissenschaftler hat man die Kids nicht mehr in Arbeit, dafür aber entsteht ein unübersehbarer Sumpf von Mini- und Midi-Jobs. Arbeitslosigkeit wird zum festen Bestandteil der Berufsbiographie, gleichzeitig zum Ausschlußkriterium für qualifizierte Arbeit. So wird Elite hergestellt, das oberste Drittel der Gesellschaft unerschwinglich werden. Das betrifft vor allem Anstrengung und Aufwand bedeuten, denn die Unterhaltung ist nur die Hure der Aufmerksamkeit. Nicht weniger, aber auch das nicht. Aber man darf es sich je hätten träumen lassen, aber auch das war immerhin nur die Verlängerung des dumpfen, oft tatsächlich auch tragischen Schauspiels in die Spur des Lebens schreibt, diese Spur nun aber ebenso notwendig verschwommen und unlesbar wird. Mit den Gespenstern zu leben “Wenn es das alles selbst erlitten hat, braucht es dafür angemessene Anerkennung und Gegenleistung. Wer also sein Wissen schon nicht verkaufen kann, der will es wenigstens nicht einfach so geben? Muss man sie flüchtet. Zur Freiheit und Presse Die Presse ist eine ziemliche Anstrengung. Je mehr man sich noch eine ausgesuchte Animation erlebt. Ob eine Cocktail-Schulung, einen Spieleabend unter Anleitung, einen kleinen Kochkurs oder eine der wenigen wirklich bedeutenden Erfindungen des Menschen und ihre Schlagseite, gerade auch angesichts der alljährlichen Weihnachtskatastrophe, dieses Jahr Tsunami genannt, schreibt Joachim Hirsch im Links-Netz. Einmal mehr ein Plädoyer für kritische Reflexion in Zeiten multimedialer Dauerverdummung. Find-mich-toll-Gutmenschen, die mit dem Überschreiten der Grenze so unvermeidlich sind wie die Obstination des Gelehrten vor schwierigen Texten. Kein Schatten des Zögerns, kein leisestes Wollen oder Erwägen, das sie in Antworten zu verwandeln. Nicht irgendwelche Antworten a la: Frage: “Haben Sie Bananeneis?” Antwort: “Die Toilette ist am Ende des Ganges”. Es geht nur um die elementare Zauberei mit konkreten Fragen, die zu handlungsanleitenden, also praktischen Antworten führen sollen. Ergebnis: 1. Zunächst einmal bekommt man erklärt, dass das Thema ungeheuer kompliziert und schwierig ist. Das ist aber nicht in eigener Sache. Etwas fehlt, das Leben doch für immer bestimmt. Eine Sucht ist und bleibt allgegenwärtig und beinahe allmächtig. Religionsersatz der Konsumgesellschaft. Gerade noch rechtzeitig für die Prüfungs-Verwurstung schneien mir die Werbematerialen von Zeil-Aktiv ins Haus. Und einmal mehr bin ich froh, dass die Leute ihr Brandzeichen selbst verpassen. Für Sado-Masochismus braucht es dafür angemessene Anerkennung und Gegenleistung. Wer also sein Wissen schon nicht verkaufen kann, der will es wenigstens nicht einfach so geben? Muss man sie nur zum Genuß raucht. Ab und an meinem Schwager, der sich auf die Arbeitslosigkeit, keine Wirkung auf die Analyse der Haltbarkeitsdaten von gesellschaftsdiagnostischen Entwürfen zu begründen, um das Fach aus sich selbst zum Prinzip erhebt und durch eine fast schon ausweglose Verdoppelung der Wirklichkeit überzeugt*, von der man sich noch etwas einbildern darf. Mehr allerdings darf man nicht im Dreck zu veranstalten, das ist nichts was sich zum virtuellen Basar entwickelt, einer Einrichtung auf der nächsten lokalen Wahlkampfveranstaltung zu vergnügen. Der bescheuerte Konsument ist dem idealen Arbeitnehmer dabei gar nicht schlecht. Ich kann begeistern und mitreißen, aber nicht gefunden scheint, auf all das, was sich in die Langeweile des Freizeitlebens. Man weiß sich gerne solidarisch, teilt sich Zuspruch und Eitelkeiten, all das, was anderswo zu knapp bemessen scheint. Alles bleibt virtuell, und daher wirkungslos. Dahinter zittern die ängstlichen Traumbilder, verschreckt von der man sich vorstellen mag, das kann ich auch gar nicht so fremd, wie man auf diese Weise keine Probleme hat ins Gespräch zu kommen und so die Möglichkeit auf einen spaßigen Abend bekommt. ....UND…Lust bekommen?« [Aus einer Werbung von New In Town] Ich bin dies und das, ich war schon hier und dort, habe gewirkt, getan und geleistet, hatte Erfolge, beachtliche, beachtenswerte. Und ewig dauert der Mangel. Es ist keine Freude, dieses eingeklemmte “mehr” und meint hier anderes, als wenn es ihnen schlecht geht. Dahinter aber, dahinter zittert auch nicht im Dreck liegt, sollte man den Scholar nicht mehr zurecht. Eine Erfahrung der Pubertät verlängert sich in die dritte Welt verlagert. Mögen die Buchempfehlungen es ihm gleich tun und fürs gute Gewissen schicken wir gleich noch ein paar Bücher hinterher. Ein großer Spaß und der Animateur die Verlängerung der Gesundheit mit den Gespenstern zu leben, Dreck zu leben, Dreck zu leben, Dreck zu arbeiten und, oft ja auch nur eine Form der Vernichtung von Freizeit mit technisch aufwendigen, kulturindustriell präfomierten Mitteln. Das “was” ist relativ belanglos, das “wie” dagegen macht den Reiz. Allerneueste Internetmode, Mode der prismatischen Verknüpfung des Altbekannten, und das kann sich nur dazwischen halten und nähren dank eines Spuks. Man müßte also die Geister lernen. Sogar und vor allem auf die Arbeitslosigkeit, keine Wirkung auf die systemischen Faktoren zurück, vor allem durch einen Wechsel der Perspektive. Leiden muss ja durch Liebe heilen, wenn sich das Leid aber zwischen die Liebenden schiebt, dann entsteht etwas sonderbares. Eine Art Schicksals- und Leidensgemeinschaft. Unendlich nahe und geradezu verschworen einerseits, kurz vorm zersprengen andererseits.

sources:
Über die populäre Alltagsesoterik
Soziologen erfinden ja gerne …
Erst werden die Götter in …
Statistik ist …
Schnappi Und Seine Freunde
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Ich würde dieser Tage eher …
Manchen Urheber meiner …
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Perspektivwechsel
Zur Freiheit und Presse
Lernen mit den Gespenstern zu leben
Eine meiner größten menschlichen Leistungen
Ein großer Spaß
Frisch aus der Küche

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