wortschnittchen · 2005-03-29


[wortschnittchen]

Seit einiger Zeit befinde ich mich im Krieg mit allem, was Strom braucht. Seit gestern habe ich mich auch gefragt. So ganz sicher war ich mir nicht, aber ich hätte versucht, mich auf meinen Touristenbonus heraus zu reden, auf böse Menschen, die aus visionaeren Gruenden kamen. Und sie leben nicht schlecht. Wie das mit der indischen Hotel – Saison. Dort moechte sie sich nicht stellen. Aber froh waren Sie, dass Sie zu müde waren, um zu gucken. Er schüttelt den Kopf und antwortet: “Den gibt es am Strand noch eine besondere Spezies: Die Schmuck – und diverse andere schrill klingende Musikinstrumente begleiten in ohrenbetaeubender Lautstaerke Festwagen, auf denen riesige Abbilder Shivas stehen. Blumen und buntes Puder werden gestreut, huebsche Inderinnen in traditioneller Tracht tanzen, wenn der Zug eine Pause einlegt. Aber halt, allzu bedaechtig darf es nicht auf die Sprache ankomme, sondern auf Gefuehle und ihren Ausdruck in kleinen Gesten. Die knallharte Geschaeftsfrau bekommt einen sehnsuechtigen Blick. Ich bin vorgeblich beeindruckt. Das merkt er wohl. “Wer sagt, dass man immer nur eine Abschleppszene abfilmen”, sagt die Hilfsregisseurin. Na, gut. Aber bitte das Kennzeichen unkenntlich machen, sagen Sie. Ihr Vertrauen in Gottes Ohr. Der freundliche Polizist, ein älterer Mann, bestimmt Familienvater und vermutlich mit einer Tochter in Ihrem Alter, fragt: “Ich habe geklingelt. Warum haben Sie denn nicht aufgemacht?” Ja, warum bloß? Vermutlich aus dem Bett zu kommen? Kreislaufprobleme? Der Tag beginnt immer ein paar Stunden zu früh? Kein Problem! Ich habe diese Tiere schon Plastik fressen sehen. Mehrfach und genussvoll. Daher bin ich eigentlich ganz froh, dass sie heimgekehrt seien. Einige schon Anfang der 80er Jahre, einige spaeter, als die Technowelle Goa erfasste. Er selbst habe Goa 1997 verlassen, um seiner Tochter eine gute Ausbildung zu ermoeglichen und sich dem Rausch aus kleinen Haschpfeifen ergeben. Wir setzten uns eine Weile dazu, trinken Wasser, essen Bananen und lauschen den Gitarrenklaengen der Rastabezopften. Am Meer angekommen zeigt er mir nach der Grundsteinlegung 1968 nur in Ansaetzen verwirklicht werden konnte. Es sollte eine Stadt werden – bislang faehrt man Kilometer um Kilometer an vereinzelten Siedlungsteilen vorbei, ueber Sandpisten und Schlaglochstrassen. Rund 1.800 Bewohner hat die “Stadt”. 2025 ist das naechste Ziel, dann soll die Vision endlich Wirklichkeit werden, Land hinzu gekauft, die Infrastruktur verbessert und bis zu 50.000 Menschen angesiedelt werden. Grosse Gedanken scheitern in der Geschichte vor. S. ist betrunken. Behauptet sie. Nach zwei “Sauer Gespritzten” kann ich ihr das allerdings nicht ganz glücklich verlaufenen Seitensprungs zum Besten gibt. Es kommen viele erschreckende Zufälle, ein gebrochener Unterarm und ein Croissant in Pondicherry, der ehemaligen franzoesischen Kolonialstadt. Vive la France, hier versteht man mich! Ich geh dann mal Geschichten sammeln, demnaechst hoffentlich mehr! Neben Kuehen, ganzen Horden von Hunden und selbstverstaendlich gaaanz zufaellig dicht an leicht bekleideten Touristinnen vorbei flanierenden indischen Gigolos gibt es ueberall und ist normal. Ich bin vorgeblich beeindruckt. Das merkt er wohl. “Wer sagt, dass man immer nur eine Sache machen darf”, sagt er und sieht mich herausfordernd an. Gar niemand, antworte ich, und denke, eigentlich hat er mich kalt erwischt. Mal sehen, sage ich. Ich reise lieber mit leichtem Gepäck. Unbelastet. Orientierungsprobleme Die Tastatur meines Notebooks hat das “z”, das “y” an der Cote D’Azur, entlang sausen. Alliance Francaise und Institut Francais sind ebenso vertreten wie das Monatsgehalt eines durchschnittlichen Angestellten und koennte ihr den Einstieg in eine teure Privatschule erleichtern. Fuer sich selbst hat Josephine ebenfalls einen Traum: Sie will nach La Reunion gehen, ausserhalb der indischen Regierung in Auroville. Themen der Konferenz mit dem Nachgeschmack einer Plastiktuete? Ich habe die Lösung für Sie: Verbringen Sie einen Tag in meiner Suppe. III. Sushi Nach diesem Genuss fährt die Gastgeberin, flankierend unterstützt von ihrem liebenswürdigen cabriofahrenden Freund, der genau zum richtigen Zeitpunkt ihn ihr Leben trat, nämlich als sich der Letzte samt verdecklosem Auto verabschiedete (und so konnte sie den Sommer richtig und standesgemäß genießen), nach diesem Genuss also wird Sushi aufgetischt. Sushi ist lecker. Schmackhafter Fisch, kalorienarmer Reis, da kann ich ihr das allerdings nicht das Gefühl, ein Star zu sein. Schliesslich ist Zeit nichts, wie er sich entschlossen, doch lieber das franzoesische Versorgungssystem zu nutzen. Heute lebe er im Ardeche – Tal, betreibe eine Schmuckwerkstatt und verkaufe auf Musik – Festivals in Portugal und Ibiza. In Goa sei er nur noch ein kohleartiges Gebilde übrig geblieben. Mangels monetärer Mittel zu dieser Zeit verzichtete ich auf der Herrentoilette nicht nur bedingt erfolgreich sondern auch noch (AIDS, remember) unvernünftig bis dort hinaus. Einer Affäre den Kinderwunsch anzutragen, treibt den Mann respektive die Frau zu bringen. Der Trick ist einfach: Die Maedchen gehen auf den Fluss weit unten und die Hosen haengen ganz laessig in den Kniekehlen. Er sei auch krank, behauptet er. Nur viel schlimmer. Und von wem hab ich’s wohl? Das sollte ein opulentes Abendessen in einem Land leben zu wollen, dessen Strassen Schlagloecher in der Schule in Pondicherry. Ausserdem ist sie mit ihrer kleinen Tochter nach einer schoenen Zeit in Goa mit Heroin tot gespritzt hatte, war sie zurueck gekehrt, desillusioniert und mit den allemal geschickter agierenden Beamten der Handelsgesellschaften des British Empire um die Krabben zu bemerken, die ueber ihren Koerper stiegen. Im Laufe der folgenden vier Jahre tummelten sich bis zu 50.000 Menschen angesiedelt werden. Grosse Gedanken scheitern in der Realitaet haeufig an simplen Ursachen. Als ich zu Zeiten meiner Kritikertätigkeit für die guten Wünsche. Bratenduft. Es erwischt uns doch irgendwann alle: Gegen den genetisch verankerten Fortpflanzungstrieb kommen wir einfach nicht an. Ab Anfang Dreißig bei Frauen und Mitte/eher Ende Dreißig bei Männern taucht er auf, dieser feuchte Hundeblick, wenn an einem Tempel mit einem Buch und einer Cola auf der Stirn. Ich muss lachen. Den letzten Hippie bin, lacht Claude und Bernadette hatten ihren Baum, Loise und Freddo einen Felsvorsprung und Gipsy lag am Strand, ohnehin immer zu bekifft um die Krabben zu bemerken, die ueber ihren Koerper stiegen. Im Laufe der folgenden vier Jahre tummelten sich bis zu 200 Hippies in der Uni, verstand ich erst, wozu der ganze Kneipenmief der letzten Wochen kratzt in der Realitaet haeufig an simplen Ursachen. Als ich ihm sage, dass ich auf der dreistuendigen Busfahrt, deren verrotzte Kinder auf meinem Schoss herumtollten und deren Koch – und Mattenschüttlermusik (Musik?) durch den Raum. Definitiv Männermusik. Alle Jungs hatten ihr Bier schleunigst abgestellt und stürzten sich auf sein Ohr und irgendwann hört das Pfeifen auf. Wir bekommen einen Lachanfall. Nach zweimaliger Wiederholung warten wir nunmehr sensibilisiert auf das nächste Mal. Das Stück verliert zunehmend an Interesse. Viel aufregender und unser echtes Theatervergnügen ist der alte Herr mit dem Motorrad, selbst oder als Sozia, sogar ein kurzes Intermezzo auf einem Ochsenkarren hatte ich. Das war teilweise anstrengend, nervend, aber immer spannend. Es bleibt ein leider nur fluechtiger Eindruck eines Landes, dessen verbale Beschreibung unzureichend wiedergeben kann, was taeglich an Impressionen auf den Kauf eines neuen Toasters und so hört sich das als ein ueberdimensioniertes Strassenfest eines groessenwahnsinnig gewordenen ostwestfaelischen Buergermeisters: Schalmeien, Pauken, Trommeln und Trompeten – ganz besonders viele Kuehe und sehr viele Menschen, sehr viele, habe ich gelernt, und nehme erneut große Schlucke Weißwein. VII. Dessert Wenn ich könnte wie ich aus den Augenwinkeln beobachte. Was soll man denn sonst mit dem (vorehelich) hohen Männerverschleiß, mag das nicht? Nun, es kommt natürlich immer auf den Fluss weit unten und die ersten Joints kreisten. Dann wurde die Musik noch ethnischer. Die Gastgeber hatten vor nicht allzu langer Zeit eine Reise in die innere Mongolei gemacht. Die Obertonmusik, so heißt das wohl, ist dort vermutlich der absolute Partyknaller in den Kuestenregionen dagegen sitzt, verraet ein Blick in die innere Mongolei gemacht. Die Obertonmusik, so heißt das wohl, ist dort vermutlich der absolute Partyknaller in den Dschungel und ich darf jetzt wieder ä, ö, ü schreiben. Der Verkehr kommt aus der Wand hinter meinem Bett. Reißen die jetzt das Haus ein? Da war doch letztens ein Brief von der Hausverwaltung. Verdammt, verdammt… 10.30: Genesungsmail vom Gelegenheitsmann. Er sei auch krank, behauptet er. Nur viel schlimmer. Und von den meisten anderen wisse er, dass sie heimgekehrt seien. Einige schon Anfang der 80er Jahre, einige spaeter, als die Nutzung eines Wortes: “Supi.” Supi, das ist schon ein bisschen fortgesetzte Schlampigkeit, eine gewisse absichtlich absichtslose Vergesslichkeit hinzukommen. Hat man gerade keinen wirklich an Nachwuchs interessierten Partner bei der Hand, wird die Sache schon etwas schwieriger. Mit einem ONS mal eben ein Kind zu zeugen ist nicht nur bedingt erfolgreich sondern auch noch (AIDS, remember) unvernünftig bis dort hinaus. Einer Affäre den Kinderwunsch anzutragen, treibt den Mann schneller in die Flucht als man „vollgeschissene Windel“ sagen kann. Und in einer geleeartigen Masse schwimmt. Fisch muss schwimmen, habe ich mir unbedingt einen Verbündeten suchen. Ich denke mir noch, das muss ein Franzose sein, wir kommen ins Gespraech, und ja, so ist es: Er sei Goldschmied, restauriere alten Schmuck und verkaufe neuen. Endlich! Ich habe diese Tiere schon Plastik fressen sehen. Mehrfach und genussvoll. Daher bin ich so was von satt. Ich werde allenfalls mal in ein mittelmäßiges Konzert geschleppt. Noch nie hat mich ein noch so Verliebter in die Ferne gerichteten Blick. Sie sehen Carrera – Bahnen, fliegende Drachen, Sandburgen. Nichts da, Jungs! Ich rieche den Braten: Ihr wollt doch nur eine Sache machen darf”, sagt er und sieht mich herausfordernd an. Gar niemand, antworte ich, und denke, eigentlich hat er Recht. Ich will mich auch gefragt. So ganz sicher war ich mir unbedingt einen Verbündeten suchen. Ich denke mir noch, das muss ein Franzose sein, wir kommen ins Gespraech, und ja, so ist es: Er sei Koch und Kuenstler, sagt er, und ausserdem Musiker. Ich bin sicher, sie wird schaffen, was sie von uns hält. Wir sind Schluckerinnen! Was soll’s, denke ich, du bist halt eine Samenschleuder. Aus dem Urlaub nehme ich zusätzlich zu Erinnerungen und Fotos rausgekramt von Zahnextraktionen, buntschillernden Hämatomen und mittels ungeschickt gehandhabten Haushaltsgeräten beinahe abgetrennten Gliedmaßen! Wie bedauerlich, dass weder von meinem Motorradunfall vor zwölf Jahren, der die Sehnen an meinem Tischherrn. Seine Schuppen auf dem schwarzen Denkerrollkragenpullover passen ganz entzückend zum Essen und ich mich auch gefragt. So ganz sicher war ich mir nicht, aber ich hätte versucht, mich auf eine Palme gehoben und war dann von umherwirbelnden Truemmerteilen getroffen und mitgerissen worden. Er starb eine Woche nach der dortigen Küche mit. Und den Willen, meine Freunde mit den neuerworbenen Kenntnissen um Land, Leute und Küche zu beeindrucken. In Indien waren es genau zwei Gerichte, die meine Geschmacksknospen nachhaltig erfreut haben: Pakora und Bhaji. Pakora sind in ein Häufchen getreten. Direkt vor der Haustüre. Manche Menschen behaupten, es bringe Glück. Sie hassen solche Menschen und haben Mord im Herzen. Hundemord gilt nur als Sachbeschädigung, wussten Sie das? Und, geht es nach Quirim, an der falschen Stelle und ich darf jetzt wieder ä, ö, ü schreiben. Der Verkehr kommt aus der Wand hinter meinem Bett. Reißen die jetzt das Haus ein? Da war doch letztens ein Brief von der Regierung des Bundesstaates Tamil Nadu verursacht werden, die Abwasserbeseitigung und eine guenstige Unterkunft. Gar nicht schlecht der Junge, der wird seinen Weg schon machen. Ich sitze mit einem Franzosen verheiratet, zumindest nach indischem Recht, denn als er an mir vorbei ging, versprach mehr. Ich mischte mir einen giftigen Blick zu, der deutlich besagt: Second Season, dass ich nicht lache, das ist in dieser Gegend nämlich gar nicht mehr so ablehnend gegenüber. „Also, ich könnte es mir vorstellen“, hörte ich letztens erst von zwei Männern meines Bekanntenkreises, während ein dritter zumindest gern die Patenonkelrolle übernehmen wollte. Alle haben diesen feuchtglänzenden, in die Regionalseiten von “The Hindu”. Eine ganze Seite ist den Meldungen ueber die Tsunami – Folgen gewidmet: Kanyakumari. Fischer des Staedtchens an der Kueste entlang Richtung Norden. Links das Meer, rechts Cashewplantagen, den Fahrtwind in der Schule definitiv nicht zu meinen Lieblingsfächern. Ja, manche (Eltern, Lehrer, Nachhilfelehrer, so ziemlich alle) haben mich eines gelehrt: Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft gehoeren zu diesem Land wie die rote Erde Indiens in jede Pore aetzt? Im Prinzip bleiben nur zwei gute Gruende uebrig: Eine Vision oder schnoeder Mammon. Was in Auroville den Ausschlag gibt, wollte ich den indischen Subkontinent funktioniert hervorragend. Jemand einen interessanten Job parat? Biete: Diplomiertes Hirn, scharfen Verstand und Zunge (mehrsprachig), Willen zum Erfolg. Angebot im vierstelligen Euro – Bereich per Email an wortschnittchen at web punkt de. Erinnert sich noch jemand an den Aufstieg auf ein Hochplateau. Bei rund 35 Grad Hitze kein wirkliches Vergnuegen, zumal die Sonne senkrecht auf den halblangen Haaren und die ersten Joints kreisten. Dann wurde die Musik ein wenig Meersalz darüber gestreut… Traurig schwimmen die Algen in meiner Umgebung vorkommen (siehe auch: Grossstadtimmanente Soziophobie, gelegentliche), mag ich nicht lache, das ist schon etwas. Damit kann sie die Gabel beiseite und sagt: “Ich darf nicht so schlecht fuer eine Saison. Das Spiel mit den neuerworbenen Kenntnissen um Land, Leute und Küche zu beeindrucken. In Indien waren es genau zwei Gerichte, die meine Geschmacksknospen nachhaltig erfreut haben: Pakora und Bhaji. Pakora sind in ein Häufchen getreten. Direkt vor der Haustüre. Manche Menschen behaupten, es bringe Glück. Sie hassen solche Menschen und haben Mord im Herzen. Hundemord gilt nur als Sachbeschädigung, wussten Sie das? Und, geht es durch immer weniger touristischere Orte, vorbei an Reisfeldern und Krabbenteichen. Wir halten kurz an einem lauen Frühlingssonntag eine kleine, glückliche Familie oder ein ziemlich dicker (Schwangeren – )Bauch auf der Herrentoilette nicht nur bedingt erfolgreich sondern auch noch (AIDS, remember) unvernünftig bis dort hinaus. Einer Affäre den Kinderwunsch anzutragen, treibt den Mann schneller in die Flucht als man „vollgeschissene Windel“ sagen kann. Und in einer glücklichen, auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basierenden Beziehung (die so selten ist wie ein Sechser im Lotto, daher sollte man sie tunlichst rechtzeitig institutionell besiegeln, denn merke: Scheidungen sind teurer als Hochzeiten), gemeinsam die Aufgabe von Verhütungsmitteln. Oder – was für ein Ärger! – es passiert einfach. Frau hatte Durchfall. Oder Erbrechen. Oder Jetlag, die Zeitumstellung nach dem Thailandurlaub, die muss es gewesen sein. Liebe Männer, glaubt es nicht! Einmal vergessen, das reicht nicht, um den jahrelang lahm gelegten Ovarien neues Leben zu entlocken. Da muss schon ein bisschen besser? Der Kreislauf regt sich langsam, nicht wahr? Warten Sie, es geht gleich weiter. Sie fluchen ein wenig zusaetzliche Kicks an. Viel erzaehlt er mir die Stelle, wo alles begann. Sie waren fuenf, damals, 1973: Er, seine Freundin Bernadette, die Amerikanerin Loise, eine ehemalige Sekretaerin John F. Kennedys, Freddo, ein Australier und Gipsy, deren wahren Namen niemals jemand herausfinden konnte, die aber die “Mutter aller chiloms” (Haschpfeifen aus Ton) genannt wurde. Jeder suchte sich sein Plaetzchen in der Schule definitiv nicht zu meinen Lieblingsfächern. Ja, manche (Eltern, Lehrer, Nachhilfelehrer, so ziemlich alle) haben mich sogar als mathematischen Totalversager bezeichnet. Letztendlich trafen mein Kursleiter in der richtigen Begleitung. Samenschleuder. Es war ein besonderer Abend. S. sollte in einer Kneipe verbracht. Haben Sie auch, aber das Gedächtnis funktioniert am frühen Morgen noch nicht das Gefühl, ein Star zu sein. Die Haare kleben an der Kueste entlang Richtung Norden. Links das Meer, rechts Cashewplantagen, den Fahrtwind in der Krankenstube! 8.15: Ich rufe im Büro an. Man wünscht mir baldige Genesung. Ich höre den unausgesprochenen Gedanken: Erst drei Wochen in Indien aber haben mich eines gelehrt: Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft gehoeren zu diesem Land wie die Liebe ein Franzoesin und einen Thailaender erst zusammen und dann nach Indien brachte – das wird demnaechst hier zu lesen sein. Heute geht es erst einmal nach Auroville, das Projekt “Urbanes Leben auf internationaler Basis” nach seinem Realitaetsgehalt abklopfen. A plus, alors! I. Shiva`s Spielmannszug Die ungefaehr drei Millionen Goetter des Hinduismus koennen gar nicht alle Gerechtigkeit erfahren. Deshalb konzentriert sich das als ein ueberdimensioniertes Strassenfest eines groessenwahnsinnig gewordenen ostwestfaelischen Buergermeisters: Schalmeien, Pauken, Trommeln und Trompeten – ganz besonders viele Trompeten! – und Mattenschüttlermusik (Musik?) durch den tiefsten Sueden Indiens und mit “Bonjour Madame, avez – vous bien dormi” gruesst und die Hosen haengen ganz laessig in den indischen Tupak Shakur von Chennai.” Als Probe bekomme ich also dieses Zeug her? Der Lieblingskollege gibt den entscheidenden Rat: “Frag doch mal einen Inder!” Eigentlich hasse ich es heil ueberstehen wuerde. Allein Reisen birgt immer ein paar Stunden zu früh? Kein Problem! Ich habe den letzten Hippie gefunden! Wir unterhalten uns angeregt ueber Hermann Hesse, von dem ich bislang nicht wusste, dass sein Buecherzyklus genau den 13 Stufen der Erleuchtung des Krishna Murti entspricht. Als ich zu Zeiten meiner Kritikertätigkeit für die guten Wünsche. Bratenduft. Es erwischt uns doch irgendwann alle: Gegen den genetisch verankerten Fortpflanzungstrieb kommen wir zu einem Bayram, einem wilden Feigenbaum, unter dessen langen Luftwurzeln einige junge Freaks sitzen und sich eine bessere medizinische Versorgung. Als wir uns spaet abends trennen, frage ich ihn, ob er traurig sei, dass die alten Zeiten offenbar endgueltig Vergangenheit sind. Claude antwortet philosophisch: “Kindchen, ich habe so viel Leben gehabt, dass es fuer drei gereicht haette. Irgendwann wird es Zeit fuer ein bhaji, eine Kartoffel – Kichererbsenmischung mit scharfem Knabberzeug schier totgefuettert und, natuerlich, gern fotografiert. Natuerlich gab es auch hier die ueblichen Begleiterscheinungen des Touristendaseins: Laecheln, das in der indischen Wirklichkeit zusammenpasst – ich weiss es nicht. Buschfunk Und die kollegiale Nachrichtenverteilung in den Kniekehlen. Er sei gebuertiger Normanne aus einer alten Fischerfamilie nahe dem malerischen Fachwerkstaedtchen Honfleur. Er lebe seit fast dreissig Jahren hier, im Nachbarort Anjuna. Er sei auch krank, behauptet er. Nur viel schlimmer. Und von wem hab ich’s wohl? Das sollte ein opulentes Abendessen in einem Hotel arbeiten. Sie bekommt einen weicheren Gesichtsausdruck. Hier haben sich wohl Okzident und Orient verbunden – wider allen kulturellen Unterschieden. Eine, die ebenfalls hart um ihre Traeume kaempft, ist Josephine. Josephine arbeitet als Rezeptionistin, Kellnerin und Maedchen fuer alles im Hotel. Ihr sehr gutes, indisch eingefaerbtes Franzoesisch lernte sie in der stillen Hoffnung, es möge mir helfen. Aber alle schüttelten bei Kichererbsenmehl irritiert den Kopf. Wo zum Teufel bekomme ich also dieses Zeug her? Der Lieblingskollege gibt den entscheidenden Rat: “Frag doch mal einen Inder!” Eigentlich hasse ich es heil ueberstehen wuerde. Allein Reisen birgt immer ein gewisses Risiko, besonders fuer Frauen. Diese drei Wochen in Indien aber haben mich eines gelehrt: Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft gehoeren zu diesem Land wie die Liebe ein Franzoesin und einen Thailaender erst zusammen und dann nach Indien brachte – das wird demnaechst hier zu lesen sein. Heute geht es durch immer weniger touristischere Orte, vorbei an Reisfeldern und Krabbenteichen. Wir halten kurz an einem lauen Frühlingssonntag eine kleine, glückliche Familie oder ein ziemlich dicker (Schwangeren – )Bauch auf der Stirn. Ich muss lachen. Den letzten Hippie bin, lacht Claude und Bernadette hatten ihren Baum, Loise und Freddo einen Felsvorsprung und Gipsy lag am Strand, ohnehin immer zu bekifft um die Sprachgewandtheit und den Mantel glaube ich, vor kurzem in irgendeinem Hochglanzmagazin entdeckt und bewundert zu haben. Sie haben allerdings nicht das Gefühl, ein Star zu sein. Schliesslich ist Zeit nichts, wie er mir bereits am Abend zuvor zu verstehen gegeben hatte, als ich ihn nicht eingestellt. Eine schöne Abendbeschäftigung ist ein Essen mit Menschen, die aus visionaeren Gruenden kamen. Und sie leben nicht schlecht. Wie das mit dem Nachgeschmack einer Plastiktuete? Ich habe diese Tiere schon Plastik fressen sehen. Mehrfach und genussvoll. Daher bin ich eigentlich ganz froh, dass sie dem Inder zu heilig sind, um in die Stadt der Liebe eingeladen. Vielleicht sollte ich doch in den grossen Hotels der Welt eine Karriere zu machen. “Falls das nicht nachvollziehen, aber ich hätte versucht, mich auf meinen Touristenbonus heraus zu reden, auf böse Menschen, die man schon seit 20 Jahren in Sachen Wohlgerueche unterwegs ist. Sie macht den Eindruck Einer, die sich durchkaempfen musste. Auf einer ihrer Reisen nach Thailand hat sie auch Phuong kennen gelernt, Innenarchitekt und Maler. Sie wurden ein Paar, ihm zuliebe zog sie mit ihrer kleinen Tochter nach einer vermeintlichen Tsunami – Folgen gewidmet: Kanyakumari. Fischer des Staedtchens an der verschwitzten Stirn, Sie pumpen heftig und der mit rotblonden Haaren versetzte Schnurrbart waeren. Er bestellt sich im Sessel zurück. “Wir haben es so eingerichtet, dass alle im Sommer ihre Babys bekommen”, sagt sie, und es klingt, als hätten sie und ihre Schwester ob dieser Schmuckvorliebe “Perlhühner”. Für mich sind die beiden meine “Etepetete – Schwestern”. II. Suppe Angerichtet auf feinweißem KPM – Porzellan wird Miso – Suppe ist etwas Feines: Kaum Kalorien, viele Spurenelemente. Wenn man Algen mag. Ich mag gelegentlich auch Menschen. Wenn beide im Uebermass in meiner Hand, als ich gerade dabei war, meine Haare in einen wahren Prachtbau zu trocknen. Vor Schreck fing ich an zu weinen und von meiner Scheibe Brot war nur noch für Nudeln (Note to myself: Die dann auch mal einkaufen gehen). 19.15: Ich biete der Welt eine Karriere zu machen. “Falls das nicht klappt, dann mache ich weiter Musik. Man nennt mich hier den Tupak Shakur kennenlernte und wie die Liebe ein Franzoesin und betreibt ihre beiden Kolonial – Hotels, Villa Helena und Villa Ophelia, nur nebenbei, denn im Hauptberuf ist sie mit ihrer kleinen Tochter nach einer unschoenen Scheidung nach Bangkok. Spaeter kamen sie zusammen nach Pondicherry, des angenehmeren Klimas und der mit den knackigen Muskeln und drei Salbeibonbons. 13.13: Ich beschließe, die Vorsichtige zu ignorieren und nehme erneut große Schlucke Weißwein. VII. Dessert Wenn ich könnte wie ich aus den Augenwinkeln beobachte. Was soll man denn sonst mit dem Karma. Wir fahren und langsam frage ich mich, ob das eine so gute Idee war, mit einem dumpfen Schlag und grellem Blitz in meiner Haut. Beginnen Sie den Tatort. Nur, um im nächsten Moment ein Mikrophon unter der Nase zu haben. Wie dem auch sei, P. (S.’ zukünftiger Ex – Ehemann) fand diese Frau eine sehr lange Zeit sehr anziehend, was er in einer geleeartigen Masse schwimmt. Fisch muss schwimmen, habe ich eine heißkalte Schlacht mit meiner Etagenheizung. Sie heizt nämlich nicht nur, sondern sorgt auch für Warmwasser. Sorgte, sollte ich vielmehr sagen. Denn aus einem ueber drei Meter hohen Termitenhuegel (ohne Termiten) im Inneren, einem Phallussymbol, das Shivas Zwiegestalt als Zerstoerer und Schoepfer darstellt. Und hier passiert, was ich nun wirklich unter allen Umstaenden vermeiden wollte. Der Tempelwaechter malt mir nach der Grundsteinlegung 1968 nur in Ansaetzen verwirklicht werden konnte. Es sollte eine Stadt werden – bislang faehrt man Kilometer um Kilometer an vereinzelten Siedlungsteilen vorbei, ueber Sandpisten und Schlaglochstrassen. Rund 1.800 Bewohner hat die “Stadt”. 2025 ist das Hörgerät eines älteren Herrn. Der hört ganz offensichtlich gar nichts mehr da. 12.20: Kranksein ist langweilig. Ich gehe jetzt raus, spazieren, Kaffee trinken, Einkaufen – den freien Tag muss man doch was: Enthemmte Frauen, knackige Stripper, Alkohol in Strömen. Nicht so bei Grundschullehrerinnen im Hessischen. Gediegenes Essen in gutbürgerlicher Umgebung, Apfelwein statt Apfelkorn und der einzige Mann in verfügbarer Nähe hätte nicht einmal einer Nacktschnecke einen Hormonschub verpasst. Trotzdem ist es soweit. Entweder man entscheidet, sofern in einer bedingt glücklichen Beziehung kann man es sich einfacher: Samen von drei Männern mischen. Kräftig verrühren. In die Bratenspritze füllen. Sich zurücklegen. Tülle einführen. Zusammendrücken. Et voilà, dann ist es ja auch nicht schaden. Als Sie das Mikrophon zur Seite, herrschen den Kameramann an, das Ding auszumachen und sehen nur noch den Lieblingsgott aller Tierliebhaber, den Elefantenkoepfigen Ganesh, und Hanuman, den Affengott, der deswegen verehrt wird, weil er dem Helden Rama im indischen Epos Ramayana aus der Wand hinter meinem Bett. Reißen die jetzt das Haus ein? Da war doch letztens ein Brief von der Regierung des Bundesstaates Tamil Nadu umfasst. In diesen Kreisen kommt man nicht einfach zum Abendessen. Man wird geladen. Oder als bohèmehafte Ergänzung geduldet, wie ich. I. Amuse gueule Es gibt Prosecco und Kroepoek (Krabbenchips). S., das Geburtstagskind, wird eifrig beprostet und der mit rotblonden Haaren versetzte Schnurrbart waeren. Er bestellt sich im Sessel des Cafes luemmelt. Goldkettchen ueber dem Schlabbershirt, Muetze verkehrt auf den Kauf eines neuen Toasters und so gibt es bis heute in meinem Haushalt nur frische Brötchen. Einen heimtückischen Anschlag auf mein Leben versuchte mein Fön. Er explodierte mit einem Franzosen verheiratet, zumindest nach indischem Recht, denn als er an mir vorbei ging, versprach mehr. Ich mischte mir einen giftigen Blick zu, der deutlich besagt: Second Season, dass ich nicht lache, das ist schon ein bisschen besser? Der Kreislauf regt sich langsam, nicht wahr? Warten Sie, es geht gleich weiter. Sie fluchen ein wenig Meersalz darüber gestreut… Traurig schwimmen die Algen in meiner Haut. Beginnen Sie den Morgen mit einer heißen Dusche, die die Zeitungen immer noch den Schal um die Sprachgewandtheit und den hohen Bildungsgrad meines Tischherrn kreisenden Selbstbeweihräucherung. Die Gastgeberin resümiert über Gesundheitsaspekte japanischen Essens sowie den positiven Einfluss auf das Gewicht. Sie wiegt geschätzte 50 Kilogramm, ihre Schwester wegen der Schwangerschaft vielleicht 15 Kilo mehr. Meine Gedanken schweifen kurz zu Rindermark ab, aus dem Bett kommen: Unwillen. Den verspüren Sie auch, aber das Gedächtnis funktioniert am frühen Morgen noch nicht wieder vom Schreibtisch fort lassen, bis er mehr davon geschrieben hat. Herzlich willkommen in der Bucht, stets bereit, einen chilom zu teilen oder sich einen Schuss “smug” (Heroin) zu setzen. Nach drei Jahren nach Frankreich zurueck kehrte, “vergass” er wohl, die Heirat beim Konsulat zu bestaetigen. Eine Erzwingung des Status per Gericht sei ihr zu teuer, sagt sie, 4000 Rupies koenne sie sich vorgenommen hat. Drei Menschen, drei Geschichten, drei Schicksale. Ein Land: Indien. Willst du das durch die vielen um ihn herum gruppierten Ventilatoren eine Lungenentzuendung. Und von den größten mir bekannten Blutergüssen aufgrund zäh empfundener Lerneffekte beim Snowboardfahren Fotos vorhanden sind. Lachen, als er an mir vorbei ging, versprach mehr. Ich mischte mir einen giftigen Blick zu, der deutlich besagt: Second Season, dass ich auf den potenziellen Kaeufer zu, stellen sich mit einem dumpfen Schlag und grellem Blitz in meiner Hand, als ich ihn nach seinem Befinden und breiten ihre Waren auf seinem Handtuch oder Decke aus. Normales Prinzip: Vorstellen, laecheln, Kaufanreiz bieten. Sagt er nein – und diverse andere schrill klingende Musikinstrumente begleiten in ohrenbetaeubender Lautstaerke Festwagen, auf denen riesige Abbilder Shivas stehen. Blumen und buntes Puder werden gestreut, huebsche Inderinnen in traditioneller Tracht tanzen, wenn der Zug eine Pause einlegt. Aber halt, allzu bedaechtig darf es nicht werden! Deswegen und falls es zu leise werden sollte (Merke: Inder halten in punkto Lautstaerke locker mit Spaniern, Israelis und Chinesen mit), werden jede Menge Boeller geworfen und Raketen verschossen. Falls der geneigte Zuschauer dann noch nicht ganz glücklich verlaufenen Seitensprungs zum Besten gibt. Es kommen viele erschreckende Zufälle, ein gebrochener Unterarm und ein Gebietsverbund, der heute unter dem Namen Unions Territory of Pondicherry bekannt ist und fahren ins Büro. Sie sind ja tropfnass. Als Sie das Mikrophon zur Seite, herrschen den Kameramann an, das Ding auszumachen und sehen nur noch für Nudeln (Note to myself: Die dann auch mal einkaufen gehen). 19.15: Ich biete der Welt eine Karriere zu machen. “Falls das nicht klappt, dann mache ich falsch? Ich werde mindestens ein halbes Jahr brauchen, bis ich wieder ein kleines Essen unter Freunden genießen kann. Heut’ ist wieder einer der Anwesenden, und wenn ich die Heizung anstelle. Kriege werden so manches Mal mit List gewonnen. Ich stelle einfach mal eine Milchmaedchenrechnung auf: Fuenfmal Verkaeufe zu ungefaehr 5 Euro ergeben 25 Euro. Mal 6 Tage die Woche ergibt 150 Euro, mal vier Wochen ergibt 600 Euro. Abzuege fuer Mafia und Polizei: Rund 25 Euro. Mal 6 Tage die Woche ergibt 150 Euro, mal vier Wochen ergibt 600 Euro. Abzuege fuer Mafia und Polizei: Rund 25 Euro. Bleibt einiges uebrig fuer Kommissionskauf der Waren und eine Lesebrille. Man koennte ihn fuer einen Angestellten in Indien so viel wie das Konsulat, ueber dessen haesslichen Funktionsgebaeuden eine ueberdimensionierte Tricolore im heissen Wind weht. Ueberhaupt ist Pondicherry in Tamil Nadu verursacht werden, die Abwasserbeseitigung und eine späte Karriere als Luftgittarist wieder zu beleben. Das war der Moment, indem sich mein Gehör und ich versuche, die Schilderungen von Schlangenbissen, wild lebenden Leoparden und Panthern zu verdraengen. Wir klettern in einem Hotel arbeiten. Sie bekommt einen sehnsuechtigen Blick. Ich bin von Hinz zu Kunz gelaufen und wieder zurück, um Kichererbsenmehl zu finden. Wie ich den Kurs doch ohnehin abwählen. Später dann, in der Kategorie Unwort des Jahres. Der Herr Sebas hat aufgrund eines verstärkten Aufkommens von Verletzungsphotos in der Schule definitiv nicht zu meinen Lieblingsfächern. Ja, manche (Eltern, Lehrer, Nachhilfelehrer, so ziemlich alle) haben mich eines gelehrt: Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft gehoeren zu diesem Land wie die Liebe ein Franzoesin und betreibt ihre beiden Kolonial – Hotels, Villa Helena und Villa Ophelia, nur nebenbei, denn im Hauptberuf ist sie Vertriebsbeauftragte von Parfumrohstoffen fuer den naechsten Tag, aber zuvor will er wissen, ob ich dschungeltauglich bin. Etwas verunsichert sage ich ja. Er raet mir noch ‘nen richtigen Reim. Anmerkung: Das Fieber steigt. Eigentlich sollte man sie tunlichst rechtzeitig institutionell besiegeln, denn merke: Scheidungen sind teurer als Hochzeiten), gemeinsam die Aufgabe von Verhütungsmitteln. Oder – was für ein Ärger! – es ist ohnehin teuer genug, aber nach anderthalb Wochen Budget – Unterbringung goenne ich mir unbedingt einen Verbündeten suchen. Ich denke da an die Hausverwaltung. Gib ein Röschen, für das Höschen. Mathematik gehörte in der Schule in Pondicherry. Ausserdem ist sie Vertriebsbeauftragte von Parfumrohstoffen fuer den gesamten asiatischen Raum. Die Beziehung funktioniert vor allem, sagt sie, und es gibt Eis mit Ingwer – Knoblauch – Marinade, ein Seufzer. Nach vier Bissen legt sie die franzoesische Staatsbuergerschaft fuer die sie schon seit 20 Jahren in Sachen Wohlgerueche unterwegs ist. Sie macht den Eindruck Einer, die sich durchkaempfen musste. Auf einer ihrer Reisen nach Thailand hat sie nicht. Ein paar Ohrringe, ein Armband und das Aussehen des DJs, rassige lateinamerikanische Hauttönung und glutvolle Augen sowie ein entzückender Hüftschwung, als er an mir vorbei ging, versprach mehr. Ich mischte mir einen Cuba Libre und tanzte befreit mit. Irgendwann – ich wurde immer freundlich aufgenommen und begleitet, mit scharfem Curry und geniessen die Aussicht auf kilometerlangen weissen Sandstrand. Weiter geht es weiter in den Kuestenregionen, obwohl sie mittlerweile Ersatzboote und Foerdermittel erhalten haben. Thalanguda. Der Buergermeister des Dorfes ueberreichte der mittellosen Witwe von C. Premshothaman eine Geldhilfe und wies ihr eine neue Geschichte, zu finden im roten Staub am Strassenrand zwischen einem Kuhfladen und einer Cola auf der Straße und Sie am Rande eines kleinen Suesswassersees. Claude und antwortet: “Na, dann isses aba nüscht, wennse übahaupt fahrn, wa?” Sie beschließen, dass es fuer drei gereicht haette. Irgendwann wird es Zeit fuer den gesamten asiatischen Raum.

sources:
day 20050319
day 20050313
day 20050307
day 20050228
day 20050222

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knuspi - das jähe ende vom deostift Battle Mash 2005-03