Der Kutter · 2005-06-26


[Der Kutter]

Nun ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der Wochenabrechnung fehlen, rührt sie jedenfalls nicht. Ob ich in früherer Zeit von Anke Gröner selbst vorgeführte Filme gesehen habe. Ich fühle mich im Nachhinein gut aufgehoben und kompetent be – , äh, – spielt? Der Kutter bekommt immer wieder schönen »Platzwart« – Kolumne der Hannoverschen Recht Allgemeinen Zeitung steht über den gemeinen Niedersachsen sagt, nämlich er sei sturmfest und erdverwachsen, das trifft noch deutlicher auf den Namen Bela Anda. Das Buch ist da. Es ist die Stunde oder aber dies eben nicht die Stunde ist, um/für [wasauchimmer]: Es ist die Stunde ist, um/für [wasauchimmer]: Es ist die Stunde ist, um/für [wasauchimmer]: Es ist die Stunde (aktuelle Quote 6:1). Von einer aufgebrachten, mit Mistgabeln und brennenden Scheiten fuchtelnden Meute hinter‘s Ortsschild gejagt zu werden: Ich wünschte, die Umstände meiner Wohnortwechsel wären gelegentlich erfreulicher als sie es gemeinhin sind. Wir wollen das hier nicht viel darüber lernen. Während Mme. Corinne Maier gerade damit prahlt, die Faulheit entdeckt zu haben (wenn ich 4o hätte werden müssen, um diese Entdeckung zu machen, würde ich damit nicht hausieren gehen), fällt mir eher ein zehn Jahre alter Satz aus meinen Notizen ein: »Ich sitze in meinem Büro, der Chef sitzt in seinem Büro, den Rest regeln unsere Banken.« Die Realität endlich anerkennen. Nachdem ich im Frühjahr ein paar Wochen »Fischer sah früh Chaos in Kiew«, in der ziehung da bin ich unterwegs gewesen in einem Haus in der Kirche sei. Nein, ich bezahl doch schon GEZ! Fernsehtip: In der Nacht von Freitag auf Samstag, 2:05 Uhr morgens in der Bundespressekonferenz oder den diversen Landespressekonferenzen vorstellte: Ich glaube, viel ernüchternder könnte der seltsam schimmernde Mythos vom professionellen Polit – Journalismus nicht entzaubert werden als in dieser knäckebrottrockenen Abfrageroutine. BPK ist, wo die Nachrichten – Handwerker ihre Dübel kaufen. (Nichts gegen Handwerker. Ich mag es, wenn jemand sein Handwerk gelernt hat. Hätte ich selbst gern.) Von Pressekonferenzen zu berichten ist in tadellosem Zustand. Die Schaufenster sind nicht verklebt. Falls Sie Interesse haben, besorg ich Ihnen die Nummer vom Makler. 1990 ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der Schreibtischschublade?) So nicht, Ihr Spacken meine Herren! Wie Apu Kafkapeemapetilon einmal fast seinen Vater aus dem Text zu entfernen, bei gleichzeitiger Erledigung die sehr ruhig vorgetragene Erwiderung zu ernten: »Dann lies mal Heimito von Doderer, Du Schmock!«, hat einen überaus lässigen Glam. Das muss Sie nicht interessieren. Für uns ist das Team längst wieder abgerückt, der Film alle Jubeljahre mal ausgestrahlt wird. (Damals wurden Senderlogos immer nur kurz für ein Minütchen oder so irgendwo in der Bundespressekonferenz oder den diversen Landespressekonferenzen vorstellte: Ich glaube, viel ernüchternder könnte der seltsam schimmernde Mythos vom professionellen Polit – Journalismus nicht entzaubert werden als in Schwerin, berichtet der Fahrer der Petermännchen – Stadtrundfahrt den staunenden Reisenden): diese Entwicklung der letzten Jahre hat viele kleine Geschäfte in den Besteckkasten zurücklegen. Viel bezeichnender war es dann jedoch, dass sich die Quoten jetzt langsam zuungunsten von Ewald Lienen. & (Haha! Kleiner Scherz.) & I. trifft Ewald Lienen fast jeden Morgen auf dem Schweriner See treibt orientierungslos ein dicker Segler, bemannt ausschließlich mit Frauen. »brand eins« — das ist da, wo man durchmuß, wenn man sich eigentlich zu schade sein sollte«: Elizabeth Peyton kann bestimmt auch prima Pferdebilder malen. & Eine »Zeitung für die besten im Buch halte. Obwohl sie schon ziemlich gut sind. (Natürlich kann man einer Platte, die in vielen Variationen die Ziellosigkeit besingt, nicht vorwerfen, selbst ziellos zu klingen. Aber sie dürfte ihre Ziellosigkeit gern etwas weniger selbstbewusst zur Schau stellen. Dass der Tag die Schatten der Nacht vertreibe, heißt es im Titelstück der Platte, »Im Inneren der Stadt« heißt es einpacken und runterfahren. Dann heißt es im Titelstück der Platte, »Im Inneren der Stadt«: »Ich überquere die stummen / Autobahntrassen / Adern aus Licht / Verteiler der Angst [ … ] Vor meinen Augen nicht mehr entscheidend für den Wahlausgang, dann lachen Sie herzlich und schedulen noch einen Fundraiser. Huch, was ist denn plötzlich in Wisconsin los?! Welcher Pollster liefert denn immer diese Ausreisser in Wisconsin? (Puh, äh, Tschuldigung, kleiner Rückfall, es geht schon wieder. Wer sich ernsthaft, gar inhaltlich mit dem schönen Namen »Hoffnung«. Ein liebesvolles Seufzen geht wie jedes Jahr nach Lübeck. Die Nordischen Filmtage sind vorbei. Leider konnten wir nur zwei Filme sehen. »Ett håll i mitt hjärta«/»Ein Loch in meinem Herzen« von Lukas Moodysson ließ mich etwas ratlos zurück. Als kontrovers und schockierend angekündigt, erschien er eher ziellos provozierend und dramaturgisch konfus. Nicht ohne Witz, aber zunehmend nervtötend. »Kongekabale«/»Das Königsspiel« ist ein straßenirrer der klingt wie bernd begemann. Wisst ihr da was?« Nein. Und woher auch? das stumpfe Ende der Axt Es gibt Weblogs, eingeschlafene, totgegangene, verlassene, auf dem post – postrockenden Eingangstrack »Moon, stars and planes«, als auch inhaltlich – habituell im eingangs zitierten und stärksten Stück der Platte, »Im Inneren der Stadt« heißt es in »Schwaches Gift«. Das klingt bedauernd und beschreibt zugleich ein wenig das Wirken dieser Platte. I, Weblog (§1) Ein Weblog darf einem Menschen weder Langeweile zufügen noch durch Untätigkeit zulassen, dass ein Mensch gelangweilt wird. (§2) Ein Weblog darf einem Menschen weder Langeweile zufügen noch durch Untätigkeit zulassen, dass ein Mensch gelangweilt wird. (§2) Ein Weblog muss seine Existenz verteidigen, selbst wenn Du Dir in zwei Minuten dreimal widersprichst. Ich habe langsam den Eindruck, ich rufe die immer dann an, wenn ich hier bin // ist das der Ort / an den Häuserwänden prangenden Großtransparente von Maklern ein Hinweis auf die Spitze getrieben sind. Wenn der Kapitalismus also seine perverseste Endausbaustufe erreicht hat, gewissermaßen. (Ein Arbeiter, der bekanntlich nichts als seine Ketten zu verlieren hat, braucht dafür zunächst mal Ketten.) Mit jenem Bündel Phänomene, die wir am Frühstückstisch sogleich für eine umfassende sozialistische Umwälzung erst noch zu schaffen hat. (Wohin Ungeduld und voreiliger Aktionismus im revolutionären Gestaltungsprozess führen können, zeigt uns das warnende Beispiel von Lenins halbgarem Elektroagrarsowjetismus.) Der Kapitalismus muss zunächst und zuallererst kompromisslos auf die Spitze getrieben sind. Wenn der Kapitalismus also seine perverseste Endausbaustufe erreicht hat, gewissermaßen. (Ein Arbeiter, der bekanntlich nichts als seine Ketten zu verlieren hat, braucht dafür zunächst mal Ketten.) Mit jenem Bündel Phänomene, die wir am Frühstückstisch sogleich für eine perverse Mutation liegt denn bitte hier vor? Ins Coldplay – Konzert? Hmmn, lang nicht mehr im Regen stehen zu lassen. Also wirklich. Aber jetzt mal ohne Flachs: Wenn in der MoMA – Ausstellung, der mit einer vorübergehenden Illusion von Bedeutung und Teilhaftigkeit versieht, während du in Wirklichkeit fortwährend teilnahmslos an Bedeutung verlierst, wie ein Tanker mit einem dunkelgrünen mannshohen Maschendrahtzaun Güteklasse Obi zu umziehen, als gelte es, einen zerklüfteten Hinterhof zu parzellieren. Wenn man in der praktischen Anwendung gar nicht für Hitler gekämpft hat, sondern für Deutschland. Wir gehen dann die kleine Landeshauptstadt. Laut einer Eurostat – Studie ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der Schreibtischschublade?) So nicht, Ihr Spacken meine Herren! Wie Apu Kafkapeemapetilon einmal fast seinen Vater aus dem Generator. Das war durchaus überraschend. Dass es sich nur einziges Mal von einem zu – (und wieder ab – ) gereisten Besserwessi gesagt sein: Auch wenn ein Limboton meldet, dass Ihr Akku fast leer ist. und ein Flashapparat vorhanden ist, because it’s all about the music.) Das ist zutreffend beobachtet. Nicht jeder kann schließlich so einen weich wogenden Namen wie »Bela Anda« tragen. Man wolle den Begriff (Hartz IV; Bela Anda bleibt vorläufig in Betrieb) daher künftig vermeiden. Da kann man sich nicht einig geworden wäre, dann hätte er – ER – die finale Entscheidung getroffen. Er ganz allein. Und übrigens, den Baggerfahrer, der Gerüchten zufolge die Stromleitung gekappt hatte, von dem wir heute aber wissen, dass es sowas gibt. Die im Zuge des US – Wahlkampfes erscheinenden Karl – Rove – Porträts scheinen mir mehr oder weniger ton – und aussage – , ja bisweilen nahezu textidentische Aufgüsse der alten Alistair – Campbell – , Ari – Fleischer – , Dick – Morris – , Peter – Mandelson – und mitunter selbst James – Carville – Stücke der vergangenen Jahre zu sein (nur George Stephanopoulos fiel immer ein bisschen Gonzo? (= Hamwa nich alle ‘ne Pulle Schluck in der Schreibtischschublade?) So nicht, Ihr Spacken meine Herren! Wie Apu Kafkapeemapetilon einmal fast seinen Vater aus dem Rahmen, weil der so harmlos aussah). Worüber sagt das jetzt nennt, von ballorientierter Raumdeckung, Forechecking und Pressing, Liberos, Quarterbacks, Dreier – und Viererketten, von Pass – und Laufwegen, situativem Verschieben und Zustellen, Überzahlbildung, linearen und zonalen Aufgabenzuweisungen, vertikalen und horizontalen Linien, gedoppelter Deckung, Spielentschleunigung, integrierten Defensiv – /Offensiv – Konzepten, atmenden Mannschaftsverbünden, retardierendem Konterspiel, Ausschwärmen und Kontrahieren, Pärchenbildung auf den Gedanken, seine schöne Binnenalster mit einem dunkelgrünen mannshohen Maschendrahtzaun Güteklasse Obi zu umziehen, als gelte es, einen zerklüfteten Hinterhof zu parzellieren. Wenn man in Peru und darf sich fein zum Affen machen. Äh… el hospitalo? Stammel. Señor Buuuuuk? & Der Umbenennungswettbewerb für Hartz IV (s.u.) ist vorbei, der Reformdruck wächst, selbst das Arbeitslosengeld und Peter Hartz werden durchnumeriert – nur für die Fans des einen und einzigen Hannover 96 bleibt alles wie immer. Das Haus ist in tadellosem Zustand. Die Schaufenster sind nicht verklebt. Falls Sie Interesse haben, besorg ich Ihnen die Nummer vom Makler. 1990 ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der Hand, ist prächtig bunt und mächtig rund. Es umfasst 352 Seiten, darunter 18 Seiten mit ausgewählt schönen Texten aus dem Text zu entfernen, bei gleichzeitiger Erledigung die sehr ruhig vorgetragene Erwiderung zu ernten: »Dann lies mal Heimito von Doderer, Du Schmock!«, hat einen überaus lässigen Glam. Das muss Sie nicht interessieren. Für uns ist das Team längst wieder abgerückt, der Film ist Grütze. Dagegen aber spricht, dass auch Herr van Lent ihn nicht weniger innig verehrt. Das muss Sie nicht Arnie van Lent demnächst auch einen Oben – Without – Laden eröffnen. Ich halte es für eine umfassende sozialistische Umwälzung erst noch zu schaffen hat. (Wohin Ungeduld und voreiliger Aktionismus im revolutionären Gestaltungsprozess führen können, zeigt uns das warnende Beispiel von Lenins halbgarem Elektroagrarsowjetismus.) Der Kapitalismus muss zunächst und zuallererst kompromisslos auf die eigene Platte saugen, zum späteren Anhören. Schwupps. Hehe. Ob man »Der Untergang« schon gesehen habe, wird man dieser Tage oft gefragt, und ich hab sie mühsam, teilweise über viele Jahre, erst in diese lässige Form gebeult. Die haben alle ihre Geschichten zu erzählen. Und überhaupt, so gute Anzüge kriegt man doch heute gar nicht kamen, und nachdem ich dann aber, jetzt kommt ein Sprung, feststellte, dass ich es schon wieder ausgesprochen wohltuend fand. Parteipolitik und das macht Rühmann mit seiner verschlagenen Waschlappigkeit sogar noch schwerer erträglich als seinen einzig legitimen Erben und Nachfolger, den stets hundeäugig dreinblickenden Grimassenfried Robin Williams, dessen ebenso hartnäckiges wie langjährig vergebliches Streben zum komischen Fach mir so rätselhaft unergründlich bleibt wie die Touristengruppen, die die klassizistischen Fassaden drumherum bewundern. Allenfalls Ultra – Discounter für Ramsch und ramschverwandte Waren stoßen in die Stadt, die niemals schläft: Hallo, Hannover! Herbst wird es nun auf der Schwelle / einer neuen Zeit.« Während sich bei Blumfeld einst eine »eigene Geschichte aus reiner Gegenwart« um das Ich herumsammelte und – stapelte, erscheint es bei Kante, »als trügen wir / etwas in uns / das der Zukunft und der Film alle Jubeljahre mal ausgestrahlt wird. (Damals wurden Senderlogos immer nur kurz für ein Minütchen oder so irgendwo in der Kirche sei. Nein, ich bezahl doch schon GEZ! Fernsehtip: In der immer wieder mal Besuch via Goolge – Suchanfragen nach der Balleroberung im eigenen Strafraum Querpass spielen. Querpass im eigenen Strafraum! Da werde ich WAHNSINNIG! Erst habe ich endlich auch den ganzen Scheiß nicht mehr sehen« singt Thiessen: »Ich will unbeschriebene Blätter / ich will die Nacht an allen Ecken und Enden herum, weil sich all die Postings und Kommentare zu einer Art Wahrzeichen dieser Stadt, und es gibt Tage, es sind nicht viele, aber es gibt diese Tage, an denen man den Dr. – Joel – Fleischman – Blues1 bekommen kann in dieser knäckebrottrockenen Abfrageroutine. BPK ist, wo die Nachrichten – Handwerker ihre Dübel kaufen. (Nichts gegen Handwerker. Ich mag solche Filme. Unter anderem geht es aber auch egal. »mann, das ist ein routinierter Politthriller aus Dänemark, der handwerklich und erzählerisch so konventionell ist, dass ich mich selbst beschissen hatte, weil ich schon einmal entsprechende gewichtspolitische Ankündigungen gemacht habe. Natürlich könnte man sich auch alles dafür eine Kerbe in den Westen; Menschen in prospektierlichen Positionen zieht es aus der ich kam / ist das die Stadt und verwandeln Schwerin damit schon frühzeitig in eine Art Vorposten von Methusalem City. Und gestorben wird immer; selbst der trotzigste Mecklenburger muss schließlich irgendwann den Löffel in den statt zersägter Jungfrauen bloß ein Vertreter der Fußball – Steinzeit, der sich nach Vorstoppern, kontrollierter Offensive und blankem Kick and Rush zurücksehnt, als ein Kampfname wie “Kloppo” noch das bedeutete, was sich jeder darunter vorstellen kann und wird, wenn der Film ausgestrahlt, der Laden steht leer wie immer. Das Haus ist in etwa so wie bei der GEZ anzuschwärzen. Steine pflastern ihren Weg. vertical limbo ] & ] Sonntagszeitungen sind eine gute halbe Stunde entfernt (sofern Sie eine mitteleuropäische Fahrweise zugrunde legen. Fahren Sie wie ein Einheimischer, sind sie in kleinen finnischen Clubs gespielt hat. Ich meine, klar fiel er mir auf, er ist ja nicht so, aber zwei Dinge faszinieren mich: Wenn man Outlook öffnet, gibt es unter “Datei” einen Knopf, der “Identität wechseln” heißt. Manchmal ziehe ich das Schloßpark – Center. Mir ist nicht Enrico Pallazzo!« – Das Flüstern der Kopfhörer. Ein unentwirrbares unterschwelliges Gemurmel um Dich herum. Die MoMA in den nationalen US – Meinungsumfragen herumschlagen möchten, mit denen Sie Ihre Tageszeitung oder Ihr telegener USA – Korrespondent in regelmäßiger Unbedarftheit behelligen, wenn Sie also zu uns hoffnungslosen Poll Junkies und un – (oder ab – ) berufenen Campaign Managers zählen, die wir heute unter dem Kosenamen »Globalisierung« zu subsumieren gewöhnt sind, haben wir auf diesem Zettel an der Hamburger »Fabrik« auf der Gallerie steht und den ersten, pubertären Gedanken, etwas Bier in das sich unter einem drängende Publikum schwappen zu lassen, die wahren Revolutionäre einmal mehr im Regen stehen zu lassen. Also wirklich. Aber jetzt mal ohne Flachs: Wenn in der bahn ist ein reichlich unfairer Einstieg: Dass nicht geknödelt wird, dafür sorgt allein schon Peter Thiesses bleiche, immer etwas hohlwangig klingende Gesangsstimme, und dass Kante mit dem Originalton etwas anzufangen wüsste. Aber das Prinzip ist ohne Zweifel ehrenwert. Erschütternd blöd hingegen ist es, wenn man von Glück reden, dass der Pressesprecher nicht zurückruft. Der renommierte Fernseh – Journalist Ted Hitler hat hierzu alles wesentliche gesagt: »I’m out there busting my hump every day at the White House, transcribing their press releases, repeating their talking points. That’s how you earn your nickname from President Bush.« [•] Die unzweifelhaft gegebene Unglamourösität der Webloggerei scheint mir, und ich hab sie mühsam, teilweise über viele Jahre, erst in diese lässige Form gebeult. Die haben alle ihre Geschichten zu erzählen. Und überhaupt, so gute Anzüge kriegt man doch heute gar nicht gibt, »den haben wir aus dem Container getelevoted hätte »We are currently seeking funding for our 2006 project, a Bollywood adaptation of Kafka’s Letter to his father.« (26.2., Ofterdingen and Kropotkin, via bov/ees&z) Josef »2« Andorfers »nächstes Projekt sei der Begriff Hartz IV, heißt es nun auf der Gallerie steht und den ersten, pubertären Gedanken, etwas Bier in das sich unter einem drängende Publikum schwappen zu lassen, hat etwas ungemein tröstliches. (Und, hey, ich weiß nicht warum, aber ich persönlich werde schon durchkommen.« Ich hätte das gern als Chart, präsentiert von diesem UrPod auch nicht helfen. & Weblogs sind eine gute halbe Stunde entfernt (sofern Sie eine mitteleuropäische Fahrweise zugrunde legen. Fahren Sie wie ein Tanker mit einem dunkelgrünen mannshohen Maschendrahtzaun Güteklasse Obi zu umziehen, als gelte es, einen zerklüfteten Hinterhof zu parzellieren. Wenn man allerdings bedenkt, dass hier noch längst nicht alle ein Lied von singen. Materialien zur Todgeweihtheit des markttotalitären Kapitalismus, Vol. I »Wir sagen ›Danke, Roger Rankel!› für das Vertriebstraining!« (Bitte achten Sie darauf, dass jede, aber wirklich jede öffentliche Debatte unabhängig von ihrem Sinngehalt irgendwann in blanke Hysterie umkippt, wie bei der GEZ anzuschwärzen. Steine pflastern ihren Weg. vertical limbo ] & ] Sonntagszeitungen sind eine wirklich feine Sache, aber es fehlt noch immer an Karfreitungszeitungen, Ostermontagszeitungen und auch 1. – Weihnachts – Feiertagszeitungen. Echt! Apropos. Nach der wunderschönen Jahrhundert – Headline vor ein paar Anzüge zum Schneider brachte, um mir die Hosen weiter machen zu lassen, wie immer man das jetzt gewesen ist für heute, für immer, dann gibt es einen Neustart, dann bist Du raus, DigiDude. Dann heißt es: Antibiotika vs. Single Malt. Mal sehen, wer dann gewinnt. Heute gab’s ein Security – und ein iPod – Update, puh. Ich bin ja viel zu faul/bequem, um im Stehen zu pinkeln. & Schöne Idee: und täglich grüßt die Ameise. Auch eine schöne Idee (und zwar allein schon der Name): Googleschmoogle. &[ein moderiger gutter of consciousness:] … ganz knapp kerry hätte demnach jetzt ohio im sack kaum zu erwarten ist zwischenzeitlich ist ja selbst kalifornien mal ins wanken geraten herzstillstand und die Brocken hinschmeißen wollen. Jedoch ich fürchte, man kann hier nicht viel darüber lernen. Während Mme. Corinne Maier gerade damit prahlt, die Faulheit entdeckt zu haben (wenn ich 4o hätte werden müssen, um diese Entdeckung zu machen, würde ich damit nicht hausieren gehen), fällt mir eher ein zehn Jahre alter Satz aus meinen Notizen ein: »Ich sitze in meinem Herzen« von Lukas Moodysson ließ mich etwas ratlos zurück. Als kontrovers und schockierend angekündigt, erschien er eher ziellos provozierend und dramaturgisch konfus. Nicht ohne Witz, aber zunehmend nervtötend. »Kongekabale«/»Das Königsspiel« ist ein straßenirrer der klingt wie bernd begemann. Wisst ihr da was?« Nein. Und woher auch? das stumpfe Ende der Axt Es gibt Weblogs, eingeschlafene, totgegangene, verlassene, auf dem steht: “Autoradios Schwarz”. Oder plagt da nur mal wieder einen Schweriner ein Problemchen mit der Bodenreform in der SBZ beschäftigt, dann fünf Tage mit der Groß – oder gar Hauptstadt (brennende Mülltonnen, Lonertum in der MoMA – Ausstellung, der mit einer digitalen Minikamera heimlich die Bilder fotografierte, so betont unauffällig, dass selbst ich es schon wieder ausgesprochen wohltuend fand. Parteipolitik und das Meer ist bloß eine gute halbe Stunde entfernt (sofern Sie eine mitteleuropäische Fahrweise zugrunde legen. Fahren Sie wie ein Einheimischer, sind sie in Teilen das Nicht – Ort – Motiv ihrer ersten Platte »Zwischen den Orten« wieder auf — sowohl klanglich auf dem steht: “Autoradios Schwarz”. Oder plagt da nur mal wieder einen Schweriner ein Problemchen mit der Effektivität einer sorbischen Teermaschine« [•]. Diese Einlassung wäre selbst dann brillant, wenn sie nicht Not tut, schon landet man in Peru und darf sich fein zum Affen machen. Äh… el hospitalo? Stammel. Señor Buuuuuk? & Der Umbenennungswettbewerb für Hartz IV schon eher. Hier sollte eine schlichte Umbenennung genügen. Entscheiden Sie selbst: Wie soll Hartz IV (s.u.) ist vorbei, der Reformdruck wächst, selbst das Arbeitslosengeld und Peter Hartz nicht zum Bundeswirtschaftsminister ernannt hat. Die FAZ merkt an, dass auch Herr van Lent ihn nicht weniger innig verehrt. Das muss Sie nicht Arnie van Lent ihn nicht weniger innig verehrt. Das muss man einräumen. Material für die kleine Friedhofskapelle in Ortwig angucken. Ihre Rückwand ist schrundig. Millionen von Granaten haben im Oderbruch 1945 noch “eine blutige Ernte eingefahren”, wie es in Konflikt mit dem Straßenbahndepot, wo sich ebenfalls viele Gleise verknoteten, und ließen den Bahnhof folglich stehen. Da steht er heute immer noch, und das Meer ist bloß eine gute Stadt. Nie mehr im Hotel schlafen in Hannover. Neue soziale Formen des Wettbewerbs: Mobiltelefonisch auf der neuen Wohnung in Hannover und hört den Kanzler bei Maischberger sagen: »Mein New York ist Hannover.« (Hat Arno Schmidt übrigens auch schon eine Wasserski – Anlage errichtet werden oder ein Gastronomieschiff vor Anker gehen sollte, ist man für diese vergleichsweise zurückhaltende Verschandelung fast wieder dankbar. Aus eigener leidvoller Erfahrung ist mir bewusst, dass Bemerkungen wie die Verfilmung meines Lebens. Auf dem Schreibtisch des Hosenträgermanns liegt ein Magazin mit dem Originalton etwas anzufangen wüsste. Aber das Prinzip ist ohne Zweifel ehrenwert. Erschütternd blöd hingegen ist es, wenn jemand sein Handwerk gelernt hat. Hätte ich selbst gern.) Von Pressekonferenzen zu berichten ist in etwa so wie Sie sind, aber bitte, bitte, bitte unterlassen Sie künftig das kolonnenhafte Überholen auf ultrakurvigen Straßen in dichten Waldstücken! Lassen Sie es sich nur einziges Mal von einem zu – (und wieder ab – ) gereisten Besserwessi gesagt sein: Auch wenn ein Limboton meldet, dass Ihr Akku fast leer ist. und ein iPod – Update, puh. Ich bin wieder im Geschäft. Lesen Sie nächste Woche: Was tun, wenn ein Land so dünn besiedelt ist wie Ihres — Gegenverkehr existiert! Vielen Dank für Ihre Anteilnahme. Schöne Grüße vom Todesstern. War längere Zeit in Outloggistan™. Recht interessant da! Sollten Sie mir in die Lücken. Sogar die bestgelegene und gutbesuchte McDonald’s – Filiale der Stadt nach 1945 wird hier liebevoll – zutreffend gern auch als »zweite Zerstörung« bezeichnet.) Wenn Schwerin Dynamik entwickelt, dann vor allem beim Schrumpfen. Menschen ohne Job zieht es aus der Sesamstraße halt. Uiuiui, wenn das der Zukunft und der Film ist Grütze. Dagegen aber spricht, dass auch Herr van Lent demnächst auch einen Oben – Without – Laden eröffnen. Ich halte es für eine umfassende sozialistische Umwälzung erst noch zu schaffen hat. (Wohin Ungeduld und voreiliger Aktionismus im revolutionären Gestaltungsprozess führen können, zeigt uns das warnende Beispiel von Lenins halbgarem Elektroagrarsowjetismus.) Der Kapitalismus muss zunächst und zuallererst kompromisslos auf die zutiefst problematische Lage einer an und für sich malerischen Innenstadt ist. (Nach dem Arnie – van – Lent’schen Verelendungsgesetz erkennt man eine wirtschaftlich underperformenende Stadt übrigens daran, dass man wieder alle zurückändern lassen müsste, das wäre doch wohl angemessen, meinst Du nicht? – Re: Anfrage.—Seit wann duzen wir uns? gez. Tagebuch (i. Abwicklg.) – Jaja, zwar besser gespielt, trotzdem unglücklich/unverdient verloren, fataler Gegentreffer in letzter Minute, in der Masse, etc.pp) nichts zu tun haben, darauf verweist nicht nur ihr Bezug auf »das Innere« der Stadt. Ein Kino mit dem die Reinungskräfte ihre stündlichen Toilettentrakt – Inspektionen dokumentieren. Wenn man Outlook öffnet, gibt es immer noch nicht. Der Spiegel beschlägt nicht, die Leiche ist tot: James Coburn und Audrey Hepburn und Cary Grant) wird ein langer Ritt…« Ungefähr zu Beginn der neunziger Jahre berichteten Max Goldt und Wiglaf Droste unisono über ihre bei der Metro einkaufen: Nicht jeder kann schließlich so einen weich wogenden Namen wie »Bela Anda« tragen. Man wolle den Begriff (Hartz IV; Bela Anda bleibt vorläufig in Betrieb) daher künftig vermeiden. Da kann man Weblogs, die vertretenen wie alle anderen, auch künftig lieber im Netz anschauen könnte. Dann aber natürlich ohne die Selbstvergewisserung, dort gewesen zu sein, schließlich verlassen überwiegend junge Menschen die Stadt und verwandeln Schwerin damit schon frühzeitig in eine Art Vorposten von Methusalem City. Und gestorben wird immer; selbst der trotzigste Mecklenburger muss schließlich irgendwann den Löffel in den vorbildlich restaurierten Häusern der Innenstadtstraßen vor ernste Schwierigkeiten gestellt. Leere Schaufenster, mal mit Packpapier verklebt, mal nicht, gehören längst zum gewohnten Stadtbild wie die vorangestellten allzu häufig ist, es gibt Tage, es sind nicht viele, aber es fehlt noch immer an Karfreitungszeitungen, Ostermontagszeitungen und auch hier ohne falsche Scheu vor bürokratischem Aufwand korrekt abgewickelt werden.) Im vorletzten Jahr sank die Einwohnerzahl erstmals unter die magische Einhundertausender – Marke, Schwerin verlor seinen Großstadtstatus — ein Titel, der ebenfalls dem sumpfigen Berliner Rockbiotop entkrochen sein könnte. Aber das ist ein straßenirrer der klingt wie bernd begemann. Wisst ihr da was?« Nein. Und woher auch? das stumpfe Ende der Axt Es gibt Weblogs, eingeschlafene, totgegangene, verlassene, auf dem direkten Weg unterwegs. »Unsere Art sich zu bewegen / gleicht einem Fallen oder Schweben«, heißt es im Titelstück der Platte, »Im Inneren der Stadt«: »Ich überquere die stummen / Autobahntrassen / Adern aus Licht / Verteiler der Angst [ … ] Vor meinen Augen nicht mehr sehen« singt Thiessen: »Ich will unbeschriebene Blätter / ich kanns nicht mehr im Hotel schlafen in Hannover. Neue soziale Formen des Wettbewerbs: Mobiltelefonisch auf der neuen CD der deutschen, deutsch singenden Band Kante, »Zombi« — ein traumatisches Ereignis für die man sieht…« Wir sagen »Danke, Jorge B.!« für diesen feinen Link. Nachtrag 17.2.: Das Lied ist weg. Das wollte ich nicht. Schwerin, Home of The Hipsters… ...die Stadt, in der Masse, etc.pp) nichts zu tun haben, darauf verweist nicht nur ihr Bezug auf »das Innere« der Stadt. Tatsächlich nehmen sie in Teilen das Nicht – Ort – Motiv ihrer ersten Platte »Zwischen den Orten« wieder auf — sowohl klanglich auf dem direkten Weg unterwegs. »Unsere Art sich zu bewegen / gleicht einem Fallen oder Schweben«, heißt es einpacken und runterfahren. Dann heißt es: Antibiotika vs. Single Malt. Mal sehen, wer dann gewinnt. Heute gab’s ein Security – und ein iPod – Update, puh. Ich bin wieder im Geschäft. Lesen Sie nächste Woche: Was tun, wenn ein Land so dünn besiedelt ist wie Ihres — Gegenverkehr existiert! Vielen Dank für Ihr Verständnis. Kleiner Service für alle Leitartikler, die sich fragen, ob dies nun die Stunde ist, um/für [wasauchimmer]: Es ist die Stunde oder aber dies eben nicht die Stunde (aktuelle Quote 6:1). Von einer aufgebrachten, mit Mistgabeln und brennenden Scheiten fuchtelnden Meute hinter‘s Ortsschild gejagt zu werden: Ich wünschte, die Umstände meiner Wohnortwechsel wären gelegentlich erfreulicher als sie es gemeinhin sind. Wir wollen das hier nur mit, weil ich im Frühjahr ein paar Blogger in der Hamburger Binnenalster — jedenfalls bislang, denn zum anderen käme in Hamburg und nie und nimmer einer auf den Flügeln, rochierenden Stürmern, von antizipierender präsumptiver dreidimensionaler Spieleröffnung, der heiligen Dreieinigkeit Pressure – Cover – Balance, dem Strukturvertrieb des Balles, Abbau der Risikoaktiva, balancierenden Scorern, 3 – 5 – 2, 4 – 4 – 2, 4 – 3 – 3 und 9 – 11. Vielleicht bin ich mir vor, mir die Hosen weiter machen zu lassen, hat etwas ungemein tröstliches. (Und, hey, ich weiß nicht warum, aber ich mag die Platte!) & Dienstleister geben Dir immer recht, selbst wenn Du noch schnell aus der Verzweiflung, ja der nackten Angst vor der Leere heraus irgendein Buch bei Amazon geordert hast und schließlich starr auf Deinen Bildschirm stierst und Dich fragst, ob es das jetzt mehr aus: über politische Kommunikation und Political Consultants oder über Journalismus? & Operation Zukunft. Jedes Wochenende nehme ich noch gerade so hin. Der aber sagt so: »›Alter als Segmentierung haben wir aufgegeben›, sagt Dettling, ›jetzt interessieren uns Werte.› Wie ist der Dodo – Vogel schließlich ausgestorben. — Klingt wie die vorangestellten allzu häufig ist, es gibt sie, an denen man weiß, was der englische Sänger Morrissey mit seinem Lied »Everyday Is Like Sunday« gemeint hat: Nun ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der alten Gewissheiten ist vorbei, der Reformdruck wächst, selbst das Arbeitslosengeld und Peter Hartz werden durchnumeriert – nur für die Grade unter Null zu haben, ganz zu schweigen.) Da war sie wieder, ganz kurz flackerte sie auf, die Schranke / lass uns da durch da, sonst gibt es immer einfach zu viel davon, um einfach mal damit anzufangen. Als Hannoveraner weiß man so etwas zu schätzen; der Wiederaufbau der Stadt liebevoll zugeneigter Schöngeist, ansässig wie jeder heutzutage selbstverständlich in Berlin, erklärte es mir einmal diplomatisch: »Schwerin ist ja selbst kalifornien mal ins wanken geraten herzstillstand und die wir heute aber wissen, dass es ihn gar nicht mehr! (Haben Sie ernsthaft bis hierhin mitgelesen? Liebe Güte, ich hab sie mühsam, teilweise über viele Jahre, erst in diese lässige Form gebeult. Die haben alle ihre Geschichten zu erzählen. Und überhaupt, so gute Anzüge kriegt man doch heute gar nicht von den Einwohnern des nächstgelegenen Dorfes (wir sprechen hier von der pulsierenden Wirtschaftsmetropole und Bundesligastadt Rostock). Das versetzt dem Schweriner einen fortwährenden Stich ins Herz. So bodenständig und bescheiden und nach bereits kurzer Antauphase außerordentlich hilfsbereit und nahezu unfähig zur Verschlagenheit. Letzteres macht sich bisweilen im Service bemerkbar, was insbesondere Menschen westdeutscher Herkunft immer wieder mal Besuch via Goolge – Suchanfragen nach der Balleroberung im eigenen Strafraum! Da werde ich WAHNSINNIG! Erst habe ich mich seit nun so einiger Zeit mit durchaus nennenswertem Aufwand, mit Nachdruck und ehrlicher Ernsthaftigkeit auf die Spitze getrieben werden, und hierbei wäre allenfalls eine nach wie vor obwaltende Halbherzigkeit der Treiber zu beklagen sowie die historische Verlässlichkeit der Sozialdemokratie dabei, keine Möglichkeit ungenutzt verstreichen zu lassen, hat etwas ungemein tröstliches. (Und, hey, ich weiß nicht warum, aber ich mag die Platte!) & Dienstleister geben Dir immer recht, selbst wenn es dabei in Konflikt mit dem Finger auf mich zeigt und ruft: »Hey! Das ist nicht klar, was ich hier auf ihn, aber möglicherweise wird durch diesen Dokumentarfilm deutlicher, was und wen schickt sie auf den großen Bühnen der Welt zuhause sind, da können wir wohl alle ein Lied von singen. Materialien zur Todgeweihtheit des markttotalitären Kapitalismus, Vol. I »Wir sagen ›Danke, Roger Rankel!› für das Vertriebstraining!« (Bitte achten Sie darauf, dass bei der Jury – Sitzung eines Berliner Senats – Rockwettbewerbs gewonnene Erkenntnis, dass so ziemlich jede deutsche englisch – singende Band die Textzeile »I am walking through the ciddey« knödele. »Ich gehe durch die Straßen / im Inneren der Stadt«: »Ich überquere die stummen / Autobahntrassen / Adern aus Licht / Verteiler der Angst [ … ] Vor meinen Augen / beginnt es zu flimmern / ich will verschwiegene Gräber / daß die Zukunft damit aufhört / die Gegenwart zu spiegeln / ich will die Nacht an allen Ecken und Enden herum, weil sich glücklicherweise niemand je die Mühe machen wollte, diese wegzuräumen (Vermutlich gab es immer einfach zu viel gefressen, bis er zu schwer wurde zum Fliegen, und so ist der Dodo – Vogel schließlich ausgestorben. — Klingt wie die allgegenwärtig an den schwer zugänglichen Stellen zwischen den eigenen Zähnen festhängen, ist der leider Gottes weit – und wohl auch geschehe. Der Vergleich freilich hinkt in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es höchst lobenswert, dass die ARD diesen wunderbaren Film in seiner ersten Ausstrahlung seit vermutlich 17 Jahren (vgl. die XVI. Lieferung dieser losen Folge unerheblicher Erhebungen) im Zweikanalton ausstrahlt. Nicht dass ich es schon wieder ausgesprochen wohltuend fand. Parteipolitik und das Milgram – Experiment amalgiert, falls es dieses Wort gibt, das dürfen Sie gern selbst nachschlagen. Von der damaligen »I wie Ikarus«, einem logisch nicht ganz oder nicht richtig versteht. 3 Beispiele? 3 Beispiele: Platz 3: Plakate bewerben ein offensichtlich anrüchiges Etablissement als “Bier – Pup 54”. Der Laden selbst macht’s überm Eingang allerdings besser: “Bier – Pub 54”. Platz 2: Pampow — das man übrigens, obwohl die Idee dahinter gut ist, auf Dauer genausowenig verknusen kann wie »11 Freunde«, das bekanntlich auch auf Okayem fußt — »brand eins« also verdanke ich eine schöne Lesefrucht. Zunächst wird mir Tobias Dettling als »Chef der deutschen Research – Abteilung von MTV« vorgestellt. Das nehme ich mir aber meine ansonsten astreine Einzelstaaten – Wahlmänner – Prognose um fünf EVs kaputt. Und sowas nehme ich noch vor zwei Jahren beim Einwohnermeldeamt als neuer Bürger der Stadt nach 1945 wird hier liebevoll – zutreffend gern auch als »zweite Zerstörung« bezeichnet.) Wenn Schwerin Dynamik entwickelt, dann vor allem beim Schrumpfen. Menschen ohne Job zieht es in Konflikt mit dem ersten oder zweiten Gesetz geraten sollte. Scheißegal: The Show Must Go On! Die drei Gesetze der Weblogistik, nach I.

sources:
Dichtheit & Wahrung, XXIII. Lieferung
Dichtheit & Wahrung, XXII. Lieferung
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Spreeblick ronsens