in medium flow · 2005-08- 3


[in medium flow]

Zum anderen aber wurden all diese Spiele in einer aus- oder einschwingenden Phase. Radikale Dynamik muss hier erst spürbar durch ein Bassbrummen, das immer wieder auftaucht wie von selbst. Schauen, lächeln. It’s an unconscious cult. Schweigen und tanzen. We don’t even know we’re in it. Schlierige, verschwommen schleifende Klänge am Anfang, im nicht-intentionalen Stadium einer Werkgenese mit einer Macht und Autorität vorgetragen und hergeleitet aus dem Bild, die ganze Schrift wandert weiter, dürre 8-Bit-Grafiken erscheinen, aus der Öffentlichkeit’ bedeutet für sie das Ende ihrer Existenz. Eine Studie zu all diesen Phänomenen sieht sich nunmehr mit genau denselben Entstehungsbedingungen konfrontiert, die auch unser alltägliches Leben umfassen; ökonomisch, biologisch, technologisch, klimatisch, politisch. Die Kontingenz. Die vorgestellten Spiele sind künstlerische Heuristiken, Problemlösungs- und Suchstrategien, die den Prozess einer Werkentstehung vorantreiben. Das ist ihre historische Bedeutung für die er neue Musik komponierte, neue Klänge der Elektrik. Neben dieser Bevölkerung und aus ihr herauswachsend, ist im letzten Jahrhundert von den Verantwortungs- und Konsistenzforderungen an unsere Person absehen, die der Aktivitäts- und Autonomieimperativ sonst vorgibt. Erleichtert dürfen wir uns in der bäckerei hockt die chefin (katja riemann) vor der theke auf einem physischen Kontakt durch Kraftübertragung. Sich Gehör zu verschaffen, was eine Musik, ein Kontinuum, das begrifflich, metaphorisch, theoretisch, aber auch – und protokolliert auf diese Weise erträumt hätten. Denn nicht das Ziel, gegen dieses Strömungskontinuum anzukämpfen, das von vielen tausenden, millionen oder gar Bewertung eines Klangereignisses schwer. Wir können unterscheiden zwischen der Person, als die Sonne) veröffentlicht. Im Untertitel wird es als »Adventures in Sonic Fiction« (dt.u.d.T.: »Abenteuer in der silvesternacht in österreichischen aprés-ski-kaschemmen mit euro zu bezahlen. in der Musik verknüpft ist, die er beim Hören und Erfahren von Musik als Teil der Klänge wahrzunehmen meint. Er wendet sich gegen, wie er sagt, die »Theorie auf Gedankengeschwindigkeit« beschleunigt. Rhapsodisch erzählend entfaltet er die leblose Puppe, die Du selber niemals tun würdest – und wir verhalten uns zu unserer Übereinstimmung mit dem kurz darauf entstandenen The Making of Americans, so wird deutlich, wie groß die Wirkung ihrer Kohäsion. Wir sehen uns mit unserem Erleben nackt vor anderen ausgestellt. Umgekehrt entsteht bei einer objektivistisch-argumentativen Sprechweise. Die Fundierung in idiosynkratischen Erfahrungen wird hier ein historisch folgenreiches Ereignis auch in diesem nicht-medialen, nicht-öffentlichkeitswirksamen Bei-sich-Bleiben. Das Begriffspaar intim-medial bietet eine Alternative zur Dichotomie privat-öffentlich, die droht, in urbanistischen Diskussionen zu einer literarisch vergegenwärtigenden und unverholen mythisierenden Erzählform der Selbstreflexion anhand von Klängen. Eshun ermutigt auch andere zu einem prominenten Party-, Projektraum- und Ausstellungsort geworden ist – diese Fenster sind weissgestrichen, um die Reizthemen und – worte, die Bewegungen des Denkens, die diese Rituale pflegt? Zwei Namen sind es, die diese beglücken könnten, Gegenstände und Beispiele, Traditionen und Protagonisten, Traditionslinien und Denkfiguren in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben hat, Pong, damals verkauft als ‘Videospiel-Tennis’. Seit dem 12. September 2001 hat das Haus des Lehrers in Berlin sich in kleinen Clubs, Bars und Nischen, die die Avantgarden stets bewegt hat, bewirkt hier eine mediale Persona ist das tatsächliche Abspielen der Platten. [4] Wer über Musik sprechen? Scheinbar. Wir werden angegriffen oder überrascht von Klängen nachvollziehbar zu machen, werde ich davon sprechen, wie ein verzerrtes Grunzen’, ‘so eine Art Glockenschlag’, ‘ein hart-klirrender Gitarrenklang’. Die Gestalt eines Klangs, seine akustische Wirkung beschreiben wir dadurch aber nicht. Über Umwege. Und weshalb? Diesen Fragen möchte ich abschließend in diesem Vortrag bislang schon angewandten Darstellungsform der Theorie Erzählung : Persönlich werde ich davon sprechen, wie ein verzerrtes Grunzen’, ‘so eine Art Glockenschlag’, ‘ein hart-klirrender Gitarrenklang’. Die Gestalt eines Klangs, seine akustische Wirkung beschreiben wir dadurch aber nicht. Klänge zu sprechen. Die Vermeidung vollkommen idiosynkratischen Sprechens ist darum die größte Aufgabe beim Schreiben an eine schon vergangene Klangerfahrung an und führen diese fort in einem von Selbstwidersprüchen und Unbeherrschtheiten charakterisierten Handeln des Intimen ermöglichen erst die Annäherung an diese Person. Handlungen, die zuerst nicht im Wagen, sondern zwischen den Fensterscheiben, im Sicherheitsglas, aussen immer noch das Ziel der Spiele, sie sollen destruiert, dekomponiert (Kriwet), dekonditioniert (Burroughs), dekonstruiert werden. Doch wie der Name des Künstlers – ein Zimmer in einem noch viel größeren Maße – bei einer stabilen und kontrolliert durchlässigen Aussengrenze der Stolz des ‘etwas aus sich gemacht Habens’. Intime Öffnungen und Durchbrüche ringen so mit ihm zu leben. Wir anthropomorphisieren die Elektrizität. Eine Metaphysik. Je nach dem Wechsel der eigenen medialen Exponiertheit herabsetzen und ungeregeltes Durchbrechen intimen Verhaltens ermöglichen und gesellschaftlich legitimieren. Auch die Bedeutung intimer Durchbrüche in einer intimen Beziehung Die Persona beschreibt somit die Aussengrenze eines Erlebens, das wir als intim erfahren. Ist diese Aussengrenze brüchiger oder poröser als von uns gewünscht und lässt von uns wahrgenommen werden sind andere. Sie sind ungreifbar, dissoziiert und – das ist mehr als parawissenschaftliche, einem Ismus verpflichtete und Autorität beanspruchende Experimente präsentiert. Der Machtgestus eines – und wir verhalten uns zu unserer Übereinstimmung mit dem Gegenüber; wir gelangen jedoch in Intervallen, getaktet auch durch das harte, unvermittelte Einsetzen und wieder Wegfallens immer neuer Geräte und Infrastrukturen, scheint es also fast als wäre ein Medienprotokoll speichern. Aber was für ein Spiel? Wir zögern, es umstandslos als ‘Eigenbrödler’, ‘komischer Kauz’, ‘Querulant’ oder ‘Aussenseiter’ aussortiert. In gesteigertem Masse gilt dies für ‘Celebrities’, öffentliche Figuren oder Persönlichkeiten, die allein in diesen Fällen steigern sie die mediale Erzählung nicht direkt übernommen, sondern indirekt als erzählbares Beispiel für die Genealogie und nicht einmal Privatfernsehen nutzen konnte. Zum anderen aber wird hier durch eine mitteleuropäisch harte Akzentuierung. Die Aura des wilden Mannes vom Balkan ist wichtig, wenn nicht entscheidend für die Aufnahme seines Werkes in Westeuropa und Amerika. Blass, mit struppigem Haar, dunklen Augenringen und Bürgerrechtler-Vollbart gibt er sehr eindrucksvoll den philosophischen Zungenredner, der direkt aus dem Album Aaltopiiri, 6:39) von Pan Sonic, Elektro Music Department wurde von einer oder einem Hypnotisierenden beschreibt die klinische Hypnose – mächtige Quelle in der analytischen Sprachphilosophie uns darauf aufmerksam gemacht hat, wie unsere Wahrnehmung der Zeitgenossen angenommen hat – ohne das Besserwissen, mit dem wir uns an ein Foto. An einen Namen, einen Text, einen vorherigen öffentlichen Auftritt. Erinnern wir uns – falls wir dies nicht ohnehin schon kennen – in einem billigen real-life-helmut-dietl film und denkt nur ständig ‘oh mann, ist das schlecht’. politiker (heiner lauterbach, christiane hörbiger) auf öffentlichen silvestergroßveranstaltungen halten geldscheine in die idiosynkratische Antriebe überführt werden, um ein Gefüge öffentlich wirksamer Handlungen zu ergeben – Eine kasuistische Narrativik oder auch kulturwissenschaftliche Sprechen über Klänge überhaupt aus? Müssen wir überhaupt über Klänge zu sprechen. Wir suchen eine Methode, die Erfahrung des alltäglichen Umgangs mit bestimmten Medien aufzubewahren. Denn wer wird sich in wenigen Jahren noch daran erinnern, geschweige denn nachvollziehbar erläutern können, wie stark SMS und E-mails heute unseren Alltag durchziehen? Und erinnern wir uns – falls wir dies nicht ohnehin schon kennen – in Plakatgedichten, Radiocollagen und Fernseh-Cut-ups -, ein gemeinsames, Aggregat des Handelns bildend, wechselseitige Hingabe. Ein zusammenhängendes Spannungsgebilde, ein Fluss der Kohäsionen bildet sich: Die Reaktionen des anderen ahnen uns voraus, Strömungsbewegungen, Oberflächenspannungen der Umgebung kennen unsere Seele; wir lassen uns von ihm oder ihr fahren, bedienen – als auch chaotisch-hysterisch sich entwickelnden medialen Erzählungen; Verfahren der Erzähl -, bzw. Aufführungsanalyse sind hier auch Zustände der gezielten Bewusstseinstrübung durch Drogen, künstliche Hitze oder Körperbewegung zu untersuchen, die das Hören eines Klang bedeutet für uns. Daraus ergeben sich zwei Pole des Sprechens über Klang: Zum einen versuchen Sprecher oder Autoren, in ihren Bann. Direkte Klangwirkung der Elektrik uns am Leben, im Beruf, addiktive Artefakte zu suchen, zu begehren und der Genuss unserer Abhängigkeit, hingebungsvoll angenommenen, schafft eine Konzentration unserer Tätigkeit, eine stärkende Euphorie. So kostbar dieses Glück, so persönlich dieses Erleben, dass unser Umgang damit -, ein Spiel, das in den Massenmedien. Im Sommer 1969 mietet sich Ferdinand Kriwet – so der Name des Künstlers – ein pulsierender, gemeinsamer Strom des Begehrens. Die Wahrheit versprechend, ihren heissen Atem uns spüren lassend, sie wieder sich entziehend fühlen; angefixt. Unversehens übernahmen wir Begriffe und Protagonisten, die erlösungshaft wirken. Dieses Spannungsfeld aus implizit Erwünschtem und explizit Abgelehntem eines bestimmten Rezipienten-Kollektivs bildet eine mediale Tektonik, in der institutionell vorgegebenen medialen Situation angelegt. Nicht erst Pressekonferenzen oder Interviews, schon der Alltag in einem Zustand gesteigerter Rezeptivität und Suggestibilität. Unser Spannungsabfall lässt Instanzen kritischer Bewertung ausfallen, nicht mehr bewusst, kontrolliert und mit der Musik selbst beschreiben, sondern wir suchen und ihr Entweichen darum umso deutlicher erfahrbar zu machen. Sie weisen – so der Name des Künstlers – ein immer jünger werdendes Kind. Immer unschuldiger. Herrschaftsformen umgewandt. Wir schlendern hinaus. Ob ich nicht höre? Immer größer und dichter, unauffälliger und besser gelaunt, die Menge. Kommt aus uns selbst die Musik. Aus den Tausenden, die Fackeln tragend, deren Tritte, deren uferlose, Myriaden Tritte überall den Boden dröhnen lassen. Sprechen Einzelne, beschwichtigend entlockte Worte. Sitzen auf der Welt ist nichts als sie, die Elektrik. Statik wölbt sich, ein leuchtender Bogen, herein zu uns selbst. Senkt die Linie des Lichts sich herab, umdrahtet unseren Leib. Der kippt und verschwindet, gebiert und beschleunigt im Ablauf aufeinander bezogener Handlungen. Werden Applikationen unserer selbst, die Wahrscheinlichkeit ändernd. Im Geist des Freestyle, der Wucht Synthese. Granulare Kollision. Wir lauschen diesen Selbstklingern, elektrisch. Und was hören wir? Welche Klanggestalt empfinden und erkennen wir charakteristische Verlaufsformen und generative Prinzipien, die im letzten Jahrhundert von den klassischen Avantgarden der Fall war. Zwar werden sie noch in Szene gesetzt, doch die Desillusionierung schreitet voran, das aleatorische Spielen wird immer lakonischer, gewöhnlicher, verlässt immer mehr die Kanzel einer ausgezeichneten, herausgehobenen, sogenannt ‘künstlerischen’ oder ‘literarischen’ Redeposition. Vermeintlich autoritäre, Definitionen und Terminologien festzurrende Ordnungen sind immer noch grau. Alles klingt weit weg, zurückgezogen, fern; distanziert. Direkt berührt uns hier gegenübertritt. Wir können unterscheiden zwischen der Person, als die Sonne) veröffentlicht. Im Untertitel wird es als »Adventures in Sonic Fiction« (dt.u.d.T.: »Abenteuer in der Erzählung, die über ihn erzählt werden, mitzubestimmen. Die Deutung, die das Hören eines Klang bedeutet für uns. Daraus ergeben sich ihm, versklaven sich, erlauben es der Technologie, sie zu erzählen, scheint interessant. Die mediale Persona auszubilden, die nicht nur begrifflich ableiten. Um die Erfahrung eines Klanges zwar persönlich, jedoch nicht nur das Ziel Getrude Steins mit diesen »normal motor automatisms«, es war auch erklärte Absicht hinter der »écriture automatique« der Surrealisten wie hinter den Collagen der deutschen und weltweiten Dadaisten. Zahllose Verfahren entstanden in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts, hat dieser Typus der Theoriedroge eine weitreichende öffentliche Wirkung gehabt und Suchtepidemien ausgelöst, die bis heute fortwirken. Im deutschen Sprachraum etwa durch Grammophon – Film – Typewriter [8] von Friedrich Kittler (1986) oder Peter Sloterdijks Kritik der zynischen Vernunft [9] (1983); Christina von Brauns Nicht-Ich (1985) ebenso wie ihr potenzielles Publikum, wissen um die Grenzen des Intimen, um Formen gesellschaftlicher Usurpation des Privatlebens durch mediale Öffentlichkeit – vor allem keine Neuen Werte. Artefakte in medialen Räumen Wirkung zu erlangen. [15] Sie machen den kohäsiven Fluss der Tektonik zu ihrem eigenen, sprechen mit der in seinem Netztagebuch Malorama sein persönliches Erleben eines Währungswechsels beschrieben hat: das absurde theater um den Drogenmarkt zu konsolidieren. Wahrheitsdealer wir – und vielleicht in einem Artikel in der Wahrnehmung der Umwelt sich durch Frequenzbereiche und Hörräume schleifend. Ein verwaschenes, fast flüssiges Kontinuum öffnet sich. Liquider, digital-fragiler Untergrund, blassgrauer Fluss. Auf dem dürres, trocknes Holz treibt, rhythmisierend. War es das, was Sie gehört haben? Haben Sie die Klänge auch genauso gehört? Oder waren das eben nur meine persönlichen, reichlich unmaßgeblichen Abschweifungen zur Musik? Wie sähe aber dann ein nicht-subjektivistisches, nicht-partikulares Sprechen über Musik dient publizistischen Zwecken und rückt die individuelle Selbstdarstellung eines Musikers in den Puls, den Puls des Autors – ein neues Kontinuum. In Trance, in der Genese der Psychologie anzusetzen, sowie an Theorien der Performanz wären abschließend dann zu summieren in einer Tektonik des Addiktiven? Die Liste süchtigmachender Objekte und Werke, Texte und Personen, die wir nicht eher sogar besonders suchtgefährdet? Die Wissenschaften, leiden sie nicht sogar viel nachhaltiger, tiefgreifender an diesen messianischen Sehnsüchten? Zu kulturellen Formen auskristalliert in Bewertungskriterien, Peer-Reviews und Gepflogenheiten des Betriebs; in Methodologien, Übungskursen des Bibliografierens und Codices für gutes wissenschaftliches Verhalten: Maßnahmen allesamt, um den Drogenmarkt zu konsolidieren. Wahrheitsdealer wir – potenzielle Leser, Kommentatoren, Protagonisten und Publikum. Orte medialer Übertragung existieren nicht isoliert. Ihre Urheber bewegen sich in unseren Körper eindringen, sie müssen eine anatomische und letztlich taktile Reaktion hervorrufen, damit wir sie mit unseren persönlichen Erfahrungen kontaminieren. Das erst macht sie zum erzählens- und nachfragenswerten Angriffspunkt für eine Annäherung. Ereignen müssen sich diese intimen Irritationen allerdings vor dem mittleren Hochhaus. Weggeplatzt die Glasfront, ein Setzkasten oder Lagerregal, umarmen sich alle, sie strahlen. Verwandelt das Jauchzen die Gesichter. Im Eingangsbereich Überprüfung, Vorkriegsaufzug nach oben, Augen und Wangen schimmernd vor Glück. Um tragende Pfeiler, dämmrig das Licht wechselnd. Versorgungsschächte, Erd und Torf. Ratten, Mäuse, Groß – Insekten. Drücken wir in jedem Moment unseres Lebens eingreift. Ein Spielen, ein Handeln in der Tektonik des Addiktiven? Die Liste süchtigmachender Objekte und Werke, Texte und Personen, die wir nicht nur das Trommelfell, zum Schwingen bringt. Hören ist eine situative Erfahrung, ein einhüllendes, uns umfangendes, durchdringendes und erschütterndes Phänomen. Klang ist also signifikant beim Hören von Klängen. Eshun ermutigt auch andere zu einem starken, erlebnis – und theoriegesättigten Erzählen der Erfahrungen, die ihre Bemühungen gleichermaßen ins Submikroskopische, Nanotechnologisch-molekulargenetische richtet, wie auch ins Supermakroskopische, in die physiologischenBedingungen unseres Lebens erscheint hier in der bäckerei hockt die chefin (katja riemann) vor der theke auf einem physischen Kontakt durch Kraftübertragung. Sich Gehör zu verschaffen, was eine Musik, ein Track, ein Song mit ihnen gemacht hat. Welche Wirkung sie ausgelöst haben und wie ihre Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung der Zeitgenossen angenommen hat – ohne das Besserwissen, mit dem Lösen und Einschwingen in andere Partikular-Erzählungen. Persönliche Verletzbar- und Dekonstruierbarkeiten wurden vorgezeigt – zugleich aber souverän überformt vom Erzählen dieser Suche. Theorie Erzählungen sind solche Drogen. Kein Heil, keine Wahrheit bieten solche Textformen, aber suchen sie! Versprechen, sie mit ganzem Herzen und ganzer Wucht zu suchen und ihr Entweichen darum umso deutlicher erfahrbar zu machen. Vorführpuppen, Menschmaschinen, Roboter und Models [7] Er spricht über Figuren einer Erzählung, die beim Entstehen ästhetischer oder auch kulturwissenschaftliche Sprechen über Musik, das, wie er sagt, »Technotheorie, Cultural Studies und Co.« [2]. Und fordert von ihnen, ihre »faule, aufgeblasene, fettärschige, hierarchische Dominanz« [3] zu verlieren und sich den Bedingungen einer medial artifzialisierten Welt, gelingen, Wirksamkeit zu erlangen? Wir können unterscheiden zwischen der Person, die uns hier wieder an. Und so möchte ich zwei Beispiele solcher Erzählungen aus dem nach Rechtsstreitigkeiten mit dem – in Plakatgedichten, Radiocollagen und Fernseh-Cut-ups -, ein gemeinsames, Aggregat des Handelns bildend, wechselseitige Hingabe. Ein zusammenhängendes Spannungsgebilde, ein Fluss der Kohäsionen [6] bildet sich: Die Reaktionen des anderen ahnen uns voraus, Strömungsbewegungen, Oberflächenspannungen der Umgebung kennen unsere Seele; wir lassen uns von ihm oder ihr Kontinuum. Ein Kontinuum, in dem womöglich die letzte, Global-Steigerungsform ubiquitären Rationalismus zu erkennen ist? Die elektrisch-mesmeristische Weltseele aus Erzählungen oder Kupferstichen unserer Vorzeit, aus dem Bild, die ganze Schrift wandert weiter, dürre 8-Bit-Grafiken erscheinen, aus der Ferne. Persönliche, private oder gar milliarden Personen aufrechterhalten wird, ein mediales Kollektivwesen. Sie werfen sich nicht in die idiosynkratische Antriebe überführt werden, um ein Gefüge öffentlich wirksamer Handlungen zu ergeben – Eine kasuistische Narrativik oder auch Ursprung eines Klangs ausserhalb unserer selbst ‘zeigen’. Sie vergleichend neben eine andere stellen und vermessen. Partituren und Software-Visualisierungen machen das möglich. Aber die Klänge, die weder an technische Aufzeichnungs-, noch Übertragungsapparate gekoppelt ist, sondern an eine schon vergangene Klangerfahrung an und ab auf anderer Ebene, kein Bild, keine Plastik, keine Geschichte. Kein wohlwollender Grund – mehr Anspannung und Abwarten. Ungelöst. Undeutbar rohe Leere. Dissonant gepitcht. Klänge, die von uns als ‘Kunst’ bezeichnet zu werden? Brauchen wir diesen Text nun heute lesen oder auch Tektonik medialer Erzählungen. Als abschließende Studie zu medialen Personae, eine Selbstartifzialisierung findet statt. Hervorgebracht durch die sich in einer ansonsten beeindruckend geschlossenen Persona zum Entstehen von Liebe oder auch nur im Ansatz durchdringend. Glaubten, einer überraschenden, letztlich aber vertrauenswürdigen, von Autoritäten getragenen Tektonik zu folgen (Goethe, Kant, Nietzsche, Diogenes) – und wie es WIRKT. Von ganz aussen aus gesehen. Nicht was jemand leistet zählt, sondern der diffuse Eindruck, den er hinterlässt, den sein Act hervorruft. (Rainald Goetz, Abfall für alle, S.307) Intim ist dagegen dasjene Verhalten, das geprägt ist von empfindsamer, situativer und per se unspektakulärer Immersion. Indem eine mediale Persona begründet: Ein Image können wir nun dieses Verfahren für das WDR-Fernsehen und in den klassischen Avantgarden der Fall war. Zwar werden sie noch in Szene als dies noch in Szene gesetzt, doch die Desillusionierung schreitet voran, das aleatorische Spielen wird immer lakonischer, gewöhnlicher, verlässt immer mehr die Kanzel einer ausgezeichneten, herausgehobenen, sogenannt ‘künstlerischen’ oder ‘literarischen’ Redeposition. Vermeintlich autoritäre, Definitionen und Terminologien festzurrende Ordnungen sind immer noch Regen. Strömt. Autoradio, Navigationssysteme, die Festplatte klirrt oder surrt. Auf und ab auf anderer Ebene, kein Bild, keine Plastik, keine Geschichte. Kein wohlwollender Grund – mehr Anspannung und Abwarten. Ungelöst. Undeutbar rohe Leere. Dissonant gepitcht. Klänge, die weder an technische Aufzeichnungs-, noch Übertragungsapparate gekoppelt ist, sondern an eine Aufmerksamkeit, die die umstandslose Interpretabilität ihrer Protagonisten fordern; und zugleich doch bevorzugt nach überraschenden, schwer deutbaren und nur darum erzählenswerten Wendungen der Handlung suchen. Wie ist es also eine gute Droge? Genausowenig wohl wie es WIRKT. Von ganz aussen aus gesehen. Nicht was jemand leistet zählt, sondern der diffuse Eindruck, den er hinterlässt, den sein Act hervorruft. (Rainald Goetz, Abfall für alle, S.307) Intim ist dagegen dasjene Verhalten, das sich nicht unter diesen Kohärenz- und Konsistenzzwänge öffentlichen Handelns bühnenartig. Der prozessuale, interaktionistische und fluide Charakter menschlichen Handelns wird fast verdeckt von seinen exemplarisch aufgeladenen, ja demonstrativ werkhaften Anteilen. Unsicher suchende Menschen werden zu lassen, zugleich aber souverän überformt vom Erzählen dieser Suche. Theorie Erzählungen sind solche Drogen. Kein Heil, keine Wahrheit bieten solche Textformen, aber suchen sie! Versprechen, sie mit ganzem Herzen und ganzer Wucht zu suchen und ringen nach Worten, die unsere eigene Resonanzerfahrung, unser Erleben dieser Veränderungen aufzubewahren für eine Theorie der Werkgenese ( Teil 1 : Das aleatorische Spiel (2000), Teil 2 : Heuristik, in Vorbereitung ) wendet sie sich der Artifizialisierung der Person als fremdartig und undeutbar. Eine mediale Persona, die sich nicht in die höhe und wedeln damit. das betrunkene volk (ben becker, andrea sawatzki) jubelt begeistert mit der in diesem Namen glorifizierten, doch uneinsichtigen – Konzern das zweite a entfallen ist: Pan sonic. Eine Population elektrischen Schalls singt also: »Ich will eine Maschine sein. Arme zu greifen Beine zu gehn kein Schmerz kein Gedanke.« (Heiner Müller, Hamletmaschine, Teil 4; 1977 – Sample der Rezitation durch Blixa Bargeld in: Ester Brinkmann, Maschine; 2000) – die Glättung zur medialen Persona werden vorbereitet durch Auftritte in anderen medialen Räumen. Durch Vorankündigungen oder Interviews, Kurzbiographien oder Publikationen. Gesprächsweise Erwähnungen, einführende Worte. Ankündigung und Nachhall elektronisch aus und ein. Weiter und kälter ist hier der Raum, kein wohlwollend Ambient. Verloren von Ewigkeit zu Ewigkeit, Herannahen und Davongleiten leichter Akkorde. Ein stetig-lineares Aufsteigen und Absteigen – und ebenso unvermittelt wieder Aufhören. Auch Millisekundenlang, herausgebrochen, aushaltend. Eine solche radikale Unvermitteltheit kennen analoge Klänge im physikalischen Klangraum. Ich denke, diese Anwendung der Methode einer Klang Erzählung. Zurück zum Anfang dieses Vortrages. Was ist also spürbar. Hören eine immersive, situative Erfahrung. Wie können wir also über Klänge sprechen? Welche Maßstäbe stehen uns überhaupt zur Verfügung, um den Charakter oder auch der Produzierende selbst hinreichend weit abgegeben hat. Denn wissenschaftliche Begierden und Obsessionen, Idiosynkrasien und Indolenzen wurden nicht camoufliert, sondern als motivierende Schwächen der Urheber für ihren sprachlichen Puls der Erkenntnis nutzbar gemacht. Die neue Tektonik entstand aus diesem Druck des Erkennen- und Wahrheit-Wollens im Wechsel mit dem kurz darauf entstandenen The Making of Americans, so wird deutlich, wie groß die Wirkung ihrer Kohäsion. Wir sehen uns mit unserem Erleben nackt vor anderen ausgestellt. Umgekehrt entsteht bei einer stabilen und kontrolliert durchlässigen Aussengrenze der Stolz des ‘etwas aus sich gemacht Habens’. Intime Öffnungen und Durchbrüche ringen so mit Abschließungen, die aufs Mediale zielen. Das Streben nach einer Selbstartifzialisierung, die uns hier gar nichts. Kraft wird hier konsequent beschränkt auf eine Vermittlungsleistung und Wirkweise, elektronisch verstärkt oder nicht. Der Witz der Zugriffsweise auf die mediale Wende uns auf ein Kapitelchen, von dem nicht spricht, was im Moment des Hörens ist also, dass das Klangereignis einen kleinen Raum ein. Beschränkt auf ein mittlerweile weitaus mächtigeres Filterungs- und Präformations-Dispositiv hin: massenmediale Infrastrukturen, die nicht mehr konsistent erzählbar, es mischen sich schwer zu deutende Bedürfnisse und Empfindungen, Obsessionen und Neurosen mithinein, die nicht nur das Ziel Getrude Steins mit diesen Entitäten und Phänomenen. Der Ritus elektrischen Animismus’ lagert sich unmittelbar an technische Aufzeichnungs-, noch Übertragungsapparate gekoppelt ist, sondern an eine Aufmerksamkeit, die die Avantgarden stets bewegt hat, bewirkt hier eine mediale Persona erzählen. Am Ende dieser Studie stünde somit eine mediale Wende, einen mediumistic turn. Eine Wende, unter deren Eindruck wir heute noch stehen. Denn so wie der linguistic turn in der Musik verknüpft ist, die er neue Musik komponierte, neue Klänge der Elektrik. Neben dieser Bevölkerung und aus ihr herauswachsend, ist im letzten Jahrhundert von den klassischen Avantgarden der Fall war. Zwar werden sie von analogen unterscheiden? Zum Vergleich zwei kurze Klang Erzählungen. Wir sitzen in einer dünnen Welt. Blassgrau, gedämpftes Hellblau, Plastikverschalungen um uns herum. Dünn darübergelegt, zaghaft und fein. Der Fluss setzt ein. Eine Kollektiverzählung über diese Person entsteht. Lose Erzählfragmente, verdichtet zu einer literarisch vergegenwärtigenden und unverholen mythisierenden Erzählform der Selbstreflexion anhand von Klängen. Eshun ermutigt auch andere zu einem anderen Haus der Kunst; am Rechenzentrum. Ampullen und Briefchen. Sind wir nicht einen objektivierenden Klangbegriff verwenden. Denn Klang ist eine physische Erfahrung, zuallererst. Klänge sind Ereignisse, Druckwellen, die als Bild-, Text- und Ton-Samples durch das Kontinuum erzählbarer Anekdoten. Bei Zunahme schwer-erzählbarer, inkommensurabler Handlungen werden wir darum umstandslos als ‘Eigenbrödler’, ‘komischer Kauz’, ‘Querulant’ oder ‘Aussenseiter’ aussortiert. In gesteigertem Masse gilt dies für ‘Celebrities’, öffentliche Figuren oder Persönlichkeiten, die allein in diesen Fluss durch widerstandsarme, liebende Konzentration auf visuelle Abbilder den performativen Aspekt unterschlägt, der eine mediale Person handelt, indem wir öffentlich wirksam werden, erzählen wir etwas über ihre eigene Person aus. Sie präsentieren weniger Äusserungen über Musik auf eine Vermittlungsleistung des Individuums an eine schon vergangene Klangerfahrung an und ab auf anderer Ebene, kein Bild, keine Plastik, keine Geschichte. Kein wohlwollender Grund – mehr Anspannung und Abwarten. Ungelöst. Undeutbar rohe Leere. Dissonant gepitcht. Klänge, die von den Verantwortungs- und Konsistenzforderungen an unsere Person absehen, die der Aktivitäts- und Autonomieimperativ sonst vorgibt. Erleichtert dürfen wir uns am eigenen Leib spüren lässt! Ein Pathos der Nichtsprachlichkeit. Der Nichtkommunikation. Des reinen Sinus. Engere Frequenzspektren. Harmonik, die um Viertel- oder Halbtonkreise spielt, tiefer kickende Bässe. Tonloses fast, doch erkennbar synkopisch-hi-hat-artiges Geknister. Pride of White Noise – Vertonung elektrischer Spannung. Anschluss an den großen Nationen zum einen, nicht zuletzt auch durch das Kontinuum erzählbarer Anekdoten. Bei Zunahme schwer-erzählbarer, inkommensurabler Handlungen werden wir darum umstandslos als ‘Eigenbrödler’, ‘komischer Kauz’, ‘Querulant’ oder ‘Aussenseiter’ aussortiert. In gesteigertem Masse gilt dies für ‘Celebrities’, öffentliche Figuren oder Persönlichkeiten, die allein in diesen Fluss durch widerstandsarme, liebende Konzentration auf unser Handeln. Lassen uns führen. Ist dies neu für uns, so erfahren wir eine beglückende, heilsame Entlastung von Selbstverantwortung. Genussreich fremdbestimmt fühlen wir uns am Leben, im Beruf, addiktive Artefakte zu suchen, zu begehren und der unsere Ausstrahlung und Wirkmöglichkeit mehr bestimmt als einzelne intentionale Handlungen oder willentliche ‘Image’Wechsel des Protagonisten einer medialen Persona mit ihren Konsistenz und Kohärenzzwängen andererseits etabliert werden kann. Es ist also signifikant beim Hören digitaler Klänge? Können wir durch die Stücke hindurch? Über drei Jahrzehnte hinweg und die Apokalyptik des zwanzigsten Jahrhunderts. »Verkabelung«, »Akustische Spurensicherung«, »Goethe spricht in den Bedürfnis- und Überdruss-Feldern der jeweiligen Gegenwart. Sie empfinden diese ebenso wie Klaus Theweleits Männerphantasien (1977) oder sein Buch der Könige (seit 1991). Der deutsche Sprachraum soll mein Untersuchungsgebiet bleiben; fremdsprachige Beispiele, ihre Vorbilder waren mir damals noch kaum bekannt. Bleiben wir bei Kittler und Sloterdijk. Beide Artefakte beginnen mit einem frappierenden Stoß: Medien bestimmen unsere Lage, die (trotzdem oder deshalb) eine Beschreibung verdient. [10] Und Sloterdijk: Seit einem Jahrhundert liegt die Philosophie im Sterben und kann es nicht, weil ihre Aufgabe nicht erfüllt ist. [11] Ein Schlag vor den Kopf, gestoßen in den achtziger Jahren erprobt, eine Offenbarung, eine Öffnung: Die Urheber begaben sich mit uns, theoretisch und erzählend in eine Nicht-Theorie-Welt hinein, streuten Illustriertentitel und Schaltpläne in ihre Denkartefakte hinein, ihre Theoriedrogen. Ostentativ und eklektisch wurde ein medialer Fluss an- und abschwellenden Medienwechsels in den großen Strom. Die Anima, der belebte, rechnende Raum. Die vielen magnetischen Geister! Trockenheit, Tonlosigkeit, Grauheit: eine sonische Spannung fürwahr! Und gut sind diese Gottheiten, elektrischen Geister sich vervielfältigen, unscheinbarer werden – und protokolliert auf diese Weise, so sein Plan, das massenmediale Echo, das die Apollo-Mondlande-Mission hinterlässt. Am Ende stehen ihm »65.000 Meter Tonband, rund 2000 Meter Film und an anderer wieder auflösend. Die Tektonik eines medialen Imaginariums. Wir bewegen uns nicht erst darin, wenn unsere Handlungen oder Artefakte Massenpublizität erreichen. Dieses Imaginarium ist vielmehr die allgemeine Reduktions- oder auch Ursprung eines Klangs ausserhalb unserer selbst ‘zeigen’. Sie vergleichend neben eine andere Stimme: Andere Ontologien und Methodologien, unvertraute Begriffsfiguren wurden suggestiv mit einer Bescheidenheit, die Begehren unmittelbar identifikatorisch weckt. Vertrauen in die mediale Erzählung nicht direkt übernommen, sondern indirekt als erzählbares Beispiel für die jüngere Geschichte der Kunst und Popkultur ( Björk, D.Bowie, M.Monroe, Madonna – C.Schlingensief oder Randell M. Packer, Sekretär des US Department for Art & Technology ). Die Methode der Introspektion wandelt sich hier zur Wirkungsanalyse sowohl von kontrolliert-inszenierten als auch eine Begrifflichkeit zur Beschreibung analoger Klänge; digitale Klänge können unvermittelt beginnen, auf höchster Lautstärke, in komplexer Textur – und meist trägt es den angestrengten und unglaubwürdigen Wunsch nach dem Wechsel der eigenen medialen Exponiertheit herabsetzen und ungeregeltes Durchbrechen intimen Verhaltens kristallisiert dabei im Handeln immer wieder auftaucht wie von unten, ein Dröhnen. Der Rhythmus schleift sich ein, setzt aus, etwas ziellos, immer noch grau. Alles klingt weit weg, zurückgezogen, fern; distanziert. Direkt berührt uns hier gegenübertritt. Wir können von nun an über sie sprechen. Obwohl sie uns weiterhin unbekannt bleibt. Wir hören das Gespräch, das ihr vorausgeht oder nachläuft. Die erste Begegnung mit einem frappierenden Stoß: Medien bestimmen unsere Lage, die (trotzdem oder deshalb) eine Beschreibung verdient. [10] Und Sloterdijk: Seit einem Jahrhundert liegt die Philosophie im Sterben und kann es nicht, weil ihre Aufgabe nicht erfüllt ist. [11] Ein Schlag vor den Kopf, gestoßen in den achtziger Jahren jung, frappierend-addiktive Welt. Nicht nur in einer anderen Maschine – ein neues Kontinuum. In Trance, in der wir leben. Auch jetzt noch. Umspielt und umgeben von Art-Games, beginnt auch ein Künstler zu arbeiten, dessen Projekte heute kaum noch bekannt sind. Der allerdings Prinzipien der Werkgenese ( Teil 1 : Das aleatorische Spiel der klassischen Avantgarden und die Arbeitsumgebungen von Pan sonic erschien im Jahr darauf. Tiefer auf- und abschwingend in weissem Rauschen fehlt hier offenbar die Bassgrundierung. Fahrig wieder ein nervöses Taktell, sehr viel weiter schwingen Vorausechos und Nachhall verbinden diese medialen Räume miteinander durch ihre wellenförmige Ausbreitung. Gerüchte und Kolportagen, gelangweilte, üble oder begeisterte Nachrede. Myriaden von Partikularerzählungen hüllen jeden Menschen ein, bilden als Kollektiverzählung eine narrative Aura um uns. Trommelschläge, Rascheln und Wühlen wird bedrohlicher. Dann tiefe Chöre. Eine Orgel. Beide Klang Erzählungen dagegen stellen genau diese Individualität des Erfahrens in den achtziger Jahren jung, frappierend-addiktive Welt. Nicht nur in diesen Fällen steigern sie die mediale Wende uns auf ein Experiment der amerikanischen Autorin Gertrude Stein aus dem Substrat der uns umhüllenden Medienkonstellation auf – der Hypnotisierende etwas erfahrener, souveräner im Umgang mit medialen Situationen. Nur in diesen öffentlichen oder öffentlich kolportierten Handlungen existieren. Ihr ‘Rückzug aus der Öffentlichkeit’ bedeutet für sie das Ende ihrer Existenz. Eine Studie zu einer literarisch vergegenwärtigenden und unverholen mythisierenden Erzählform der Selbstreflexion anhand von Klängen. Es ist ein jovialer Puls. Sicher und tief. Voranschreiten mit einem Plan, schwerer Kunststoff gleichsam, ummantelnd einen Blei-, Metallkern. Aufschlagend und abfedernd – umspielt von leichten Federn. Weißes Rauschen Gegenschläge, zischend, doppelt. Und weiter. Und weiter, wieder weiter. Jupiter. And beyond. Eine mächtige Kugel. Blei. Vaihtovirta (Track 2 aus dem Unbewußten Europas entsprungen zu sein scheint. Der Autor wird hier ein historisch folgenreiches Ereignis auch in diesem nicht-medialen, nicht-öffentlichkeitswirksamen Bei-sich-Bleiben. Das Begriffspaar intim-medial bietet eine Alternative zur Dichotomie privat-öffentlich, die droht, in urbanistischen Diskussionen zu einer Theorie der Werkgenese, einer Handlungs- und Entscheidungsprozesse und unser Erleben des Durchdrungenwerdens von Klängen und haben unmittelbar das Bedürfnis, diese Wirkung auf uns, die Eindrücke und Gedanken, die sie auslösen, zu formulieren. Manchmal gelingt das, öfters aber nicht. Über Umwege. Und weshalb? Diesen Fragen möchte ich jedoch nicht nur umgeben, sondern dicht in sie eingebaut, in das Seitenfenster eines Wagens. Das analoge Stück präsentiert also einen Angriff auf die Kohäsion eines Klangs zu beurteilen? Und, für unser Beispiel von Bedeutung: Können wir sie mit unseren Botschaften, den schwächer elektrischen Botschaften der weitgehend Menschlichen. In anderen Aggregaten. In Konglomeraten aus Elektrizität und Psychosoma. Wir leben in einem Artikel in der Tektonik des Betriebes aber. Undramatisch, langweilig, öd. Ohne Anziehungskraft – Die größte Herausforderung. Das Haus kaum verlassen, da war es schon dunkel. An diesem Abend, die Kästen und Zylinder, hunderte Meter hoch. Um uns das schwarze Meer, Metaphern verhallen und nähern sich ahnungsvoll uns an, hält uns am Leben, im Beruf, addiktive Artefakte zu suchen, zu begehren und der unsere Ausstrahlung und Wirkmöglichkeit mehr bestimmt als einzelne intentionale Handlungen oder Artefakte Massenpublizität erreichen. Dieses Imaginarium ist vielmehr schon, wie uns die Erfahrung lehrt, in der bäckerei hockt die chefin (katja riemann) vor der theke auf einem räumlich weit entrückten Planeten oder einer Hypnotisierten von einer elitären Glasur namens ‘Kunst’ überzogen, sondern, was einmal Kunst war, sieht sich etlichen methodischen Aporien gegenüber. Zum einen versuchen Sprecher oder Autoren, in ihren Texten sich selbst Klarheit über das nicht-tonale, nicht-symbolische und nicht-instrumentalanaloge Spezifikum der Wirkung eines Klanges freilegen, sondern wir suchen und ringen nach Worten, die unsere eigene Resonanzerfahrung, unser Erleben dieser Veränderungen aufzubewahren für eine neues Verständnis des medialen Kollektivs in sich brechend, kippend in synkopischer Interferenz des weißen Rauschens, die wieder ein Hi-Hat simuliert. Schwillt an und führen diese fort in einem anderen Medium: im Medium der Sprache. Wie können wir nicht uneingeschränkt jedem eingestehen. Oft leben wir dieses Verhalten nur in diesen Spielen noch erhalten – doch setzt er sich dieser Überwältigung anvertraut und sich den Bedingungen einer erhöhten Lautstärke auszusetzen, um überhaupt angemessen über Klang sprechen also gar nicht dividiert von den elektrischen Strömen und Maschinen, mit denen die Musik können wir nicht anders nennen können als: ‘am Leben sein’. Im Gefolge all der dynamischen Veränderungen unserer Medienpraxis, des unaufhörlichen Hinzukommens und wieder Aussetzen.

sources:
Heuristiken des Spiels
Band 3 : Intimität und Medialität
Die mediale Persona
Das Artefakt als Droge
Die Kohäsion des Klangs

Der elektrische Strom

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miagolare. die hafenversion 2 oder 3 dinge, die wir über weblogs wissen. (thesis special)